Interview: J.B.O.

Hallo J.B.O., vielen Dank dafür, dass Ihr Euch die Zeit für ein Interview nehmt. Mein Name ist Matthias und ich bin Schreiberling für ein Online-Magazin. Alles, was Ihr jetzt sagt (beziehungsweise schreibt), kann und wird vorm Leser für oder gegen Euch verwendet werden. Los geht’s:

Endlich liegt mir Euer neues Album „HeadBangBoing“ vor. Ich frage mich jedes mal wieder, wie denn wohl diese aberwitzigen Ideen entstehen. Sucht Ihr gezielt nach Sachen im Radio, die Ihr aufs Korn nehmen könnt, oder ergibt sich das eher aus Zufall?

Vito C.: Letztlich entsteht das immer per Zufall – Du hörst ein Lied mal wieder im Radio – oder es kommt Dir gerade in den Sinn und dann fällt einem eben was Blödes, Lustiges, oder Interessantes dazu ein – diese Ideen dann entsprechend textlich und musikalisch umzusetzen, ist dann Handwerk.

Habt Ihr jemals Feedback von einer Band erhalten, deren Song von Euch durch die Mangel gedreht wurde? Falls ja, war das eher dankbarer oder eher verärgerter Natur?!?

Vito C.: Das schönste Feedback war das von Sepultura auf „Roots Bloody Roots“. Es gipfelte in einem gemeinsamen Auftritt auf dem diesjährigen Earthshaker-Fest. Wir haben 3 Songs gemeinsam performt, also mit beiden Bands komplett auf der Bühne – inklusive „Roots“ und Pavarotti. Das hätten wir uns damals nicht zu träumen gewagt! Die unangenehmste Reaktion war die von Rammstein auf „Ein bisschen Frieden“. Deren Management drohte uns damals mit martialischen Worten, was ziemlich schade war, da wir den Song eigentlich eher als Hommage an Rammstein verstanden haben.

Seid Ihr ab und an betrübt darüber, dass Ihr Euch mit den deutschsprachigen Texten mit viel Wortwitz eher auf nationalen Erfolg beschränken müsst?

Vito C.: Ist ja nicht wirklich so. Wir haben schon Post aus aller Herren Länder bekommen. Aus Indien, Thailand, USA, England, dem Iran und kürzlich erreichte uns eine Mail aus China mit der Bitte um ein Autogramm. Da diese Briefe und Mails alle in Englisch abgefasst waren, liegt das Gefallen in diesen Fällen wohl nicht an der Sprache. Mal sehen, was noch passiert 😉

Wird es so kurz vor Weihnachten irgendwelche Geschenke für die Fans auf den Konzerten geben?

Vito C.: Die Konzertkarten können wir den Fans leider nicht schenken, denn sonst müssten wir verhungern 😉

Soviel hierzu, nun die Pflichtübung: zehn Fragen, die in meiner Interviewreihe immer die selben sind: Kreuzfeuer.

Zu Hause:
01.) Wie schreibt ihr eure Songs? Hat irgendwer die Initialidee, oder kommt das ganze eher aus dem Spielen heraus, oder doch ganz anders?

Vito C.: Es gibt immer eine Initial-Idee. Wie weiter verfahren wird, ist völlig unterschiedlich. Einen Song machen wir zusammen – einen anderen macht einer alleine – wie’s halt grad kommt.

02.) Was tut ihr neben Musik machen in Eurer Freizeit noch so?

Vito C.: Das ist völlig verschieden – uns allen gemeinsam ist aber, dass wir uns auch in der Freizeit mit beschäftigen – aber eben nicht nur 😉

03.) Ist J.B.O. Beruf, Berufung, oder Hobby?

Vito C.: Alles zusammen!

Unterwegs:
04.) Vegan, Straight, oder doch eher Sex, Drugs und Rock n Roll? Wie sieht euer perfektes Catering aus?

Vito C.:Ist egal, Hauptsache lecker!

05.) Wenn ihr es aussuchen könntet, wer wäre auf euerer Headliner/Support-Tour die favorisierte Support/Headliner-Band?

Vito C.: Ich würde gerne AC/DC supporten und danach Angus‘ Gitarren stimmen!

06.) Was war das bisher größte Tour/Live-Erlebnis, das Euch passiert ist?

Vito C.: Solche Superlative gibt es eigentlich nicht. Aber ein ganz besonderes Ereignis war zweifellos der oben erwähnte Auftritt mit Sepultura.

Merkwürdiges:
07.) Ihr seid auf einer einsamen Insel gestrandet, und euer I-Pod ist kaputt. Er spielt nur noch einen (nicht-eigenen) Song ab. Welchen?

Vito C.: AC/DC: Hell Ain’t A Bad Place To Be

08.)Wenn ihr als Band noch mal komplett von vorne anfangen könntet, was würdet ihr anders machen?

Vito C.: Ich würde nichts anders machen.

09.) Wie viel bedeutet euch das, was ihr tut? Wo liegen die Grenzen?

Vito C.: Da wir damit unseren Lebensunterhalt bestreiten, bedeutet es uns natürlich ziemlich viel. Die Grenzen liegen da, wo wir sie sehen und ziehen.

Die alles entscheidende Frage:
10.) Wenn es eine Frage gäbe, die ihr schon immer gestellt bekommen haben wolltet, die aber niemals gefragt wurde, wie würde sei lauten und was wäre die Antwort?

Vito C.: Aladin und die Wunder-Frage? ;-p Die musst Du Dir schon selber ausdenken. Vielen Dank und für die Zukunft natürlich alles Gute!

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