Dark Trace – Spuren des Verbrechens: 01: Die Bestie von Amsterdam

Mit DARK TRACE stellen wir euch jetzt die zweite Reihe aus der Verlagsgruppe Hermann vor, die wir zukünftig begleiten werden. Auch hier handelt es sich im weitestgehenden Sinne um eine Kriminalgeschichte, doch diesmal geht es nicht um Gerichtsmediziner, sondern um Ermittler der Mordkommission. Im Fokus der Reihe steht Kommissar Cornelius Liewens, ein Polizist, der für seine rüden Verhaltensweisen bei den Ermittlungen berüchtigt ist und schon dem schon mit Suspendierung gedroht wurde, also ganz klar kein Columbo-Format, sondern eher Sledge Hammer (nur ohne miesen Humor).

Bevor wir uns dem eigentlichen Inhalt der ersten Folge ‚Die Bestie von Amsterdam’ zuwenden, wollen wir zunächst ein paar Worte zur Produktion und zu den Sprechern verlieren. Der gesamte Mix (ebenso wie die Geräuschabteilung) macht einen soliden und sauberen Eindruck, die eingesetze Musik ist stimmig zu der Atmosphäre und zur eigentlichen Grundstimmung, die vermittelt werden soll. Die Sprecher, die für DARK TRACE tätig sind, sind dem Ohr wohlbekannt: Thomas Danneberg spricht beispielsweise die Synchronstimme von Leuten wie Arnold Schwarzenegger, John Travolta, John Cleese oder Dennis Quaid, aber auch Melanie Manstein (Jessica Biel), Udo Schenk (Gary Oldman, Kevin Spacey) oder Michael Habeck (Danny DeVito) machen allesamt eine richtig gute Figur in ihren jeweiligen Rollen. Alle aufzuzählen, wäre an dieser Stelle wohl zu viel.

Wie ich aber jedes mal wieder sage: die besten Sprecher und die satteste Produktion können nicht helfen, wenn die Story und das Drehbuch (Spricht man bei Hörspielen eigentlich auch von Drehbüchern? Nur mal so nebenbei gefragt…) nichts hergeben, was in irgendeiner Form Spannung aufzubauen vermag, und selbst, wenn das gelingt, kann ein Hörspiel trotzdem noch in die Hose gehen, wenn die Charaktere blass bleiben. Ich kann an dieser Stelle aber schon verraten: DARK TRACE hat eine gute Story, und auch die Charaktere sind sehr gut beschrieben, sodass man schnell mitfiebern kann und sich in die Situationen gut reinzuversetzen vermag. Also direkt zum Inhalt:

Im Park vor einer Irrenanstalt wird die Schwester eines der Patienten von, wie der Insasse später aussagen wird, einem Dämon entführt. Dieser Dämon streckt vorher kaltblütig den Nachtwächter und dessen Hund nieder. Mit der Schwester in seiner Gewalt, zwingt der Dämon Hans Westerholt (so heißt der geistig verwirrte) dazu, seinen Befehlen zu gehorchen.
In Amsterdam stürzt ein Musicalstar aus dem Fenster. Schnell wird klar, dass es sich hierbei aber keinesfalls um Selbstmord gehandelt hat, denn die Frau war bereits tot, als sie stürzte. In ihrem Blut befinden sich unterschiedliche Toxine, die zum Ableben geführt haben. Ausserdem kann nachgewiesen werden, dass sich an der Leiche nekrophil ausgetobt wurde.

Kommisar Cor Liewens, der den Tatort untersucht, ist schockiert, denn in einem früheren Fall hat er bereits die Zwillingsschwester als Mordopfer untersucht. Ebenfalls der Tathergang erinnert ihn stark an diesen früheren Fall, entsprechend nimmt er seine Ermittlungen auch genau da auf. Da er den damaligen Mörder sicher hinter Schloss und Riegel wähnt, begibt sich Liewens zur Wohnung der nächsten Verwandten: Sanne Westerholt…

Spätestens jetzt sollte klar sein, dass die beiden Fälle direkt miteinander zu tun haben. Wie man eventuell schon erahnt, sind die Darstellungen von brutaler Gewalt recht explizit und die Thematik ist recht heikel, weswegen wir die Altersempfehlung ab 16 Jahren nur unterstreichen wollen. In wie weit die Einsortierung im Bereich Krimi und Horror so bleiben wird, oder ob das durch den „Dämon“ angeschnittene Thema Horror nur ein Zufall in der ersten Folge bleibt, wird sich noch zeigen. DARK TRACE verspricht jedenfalls spannende Unterhaltung mit Schockmomenten und ist definitiv nichts für schwache Nerven!

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