Edgar Allan Poe: 33: Morella

„Doch bald verdunkelte sich der Himmel dieser reinen Zuneigung, und Sorge, Angst und Gram zogen wie dunkle Wolken darüber hinweg.“
Zum Abschluss der Staffel 8 wird noch einmal alles gegeben. Zumindest erwartet man das, nicht nur bei Fernsehserien, sondern auch bei Hörspielen. Nachdem uns die Macher um die Reihe EDGAR ALLAN POE nun so spannende letzte Folgen geliefert haben, ist die Erwartungshaltung auf ‚Morella’ natürlich entsprechend hoch.

Poe ist der Irrenanstalt entkommen und hat in der letzten Folge endlich einen sinnvollen Ansatz gefunden, wie er seine Existenz beweisen kann: er sucht nach Zeugen aus der Vergangenheit, die ihn wieder erkennen und seine Identität bezeugen können. Der Versuch, bei seinem Verleger bekannte Gesichter zu finden, scheint zunächst von Erfolg gekrönt zu sein, doch letztendlich wird er dann doch wieder enttäuscht und sein ehemaliger Lektor wird tot aufgefunden, der Mord an diesem soll ihm selbst in die Schuhe geschoben werden.

Poe erhält überraschend Besuch: Leonie hat ihn letztendlich gefunden, und gemeinsam beschließen sie, dass der Weg, den Poe eingeschlagen hat, grundsätzlich richtig ist. Jetzt wollen sie nach Poes Familie suchen. In seinem alten Familienhaus sucht er nach Spuren aus der Vergangenheit. Abgesehen von ein paar Büchern und einem Bild finden sich aber keine weiteren Hinweise.

Eine alte Frau aus der Nachbarschaft gibt lediglich den Hinweis, dass die Familie Poe seit langem fort sei, und dass niemanden die Geschichte der Poes interessieren würde. Just zu dem Zeitpunkt, wo Leonie und Edgar das Haus verlassen wollen, erfahren sie, dass die Postkutsche einen Unfall hatte und in nächster Zeit nicht mehr fahren würde.

Als Poe kurz darauf ein Regal zu Brennholz verarbeitet, stößt er auf einen Hohlraum, eine Art Geheimfach. Zwar ist es leer, aber Poe sieht sich darin bestätigt, dass in dem Haus noch weitere Geheimnisse zu entdecken seien.
Mitten in der Nacht werden Leonie und Poe von einem Geräusch wach: irgendjemand steht unter der Dusche. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg ins Bad, wo sie eine nackte junge Frau überraschen und überwältigen. Poe ist sich sicher: diese Frau besucht ihn seit ihrem ersten Tag in dem Haus in seinen Träumen. Der Name der Frau ist Morella.

Schnell ist klar, dass Morella nicht mehr ganz bei Verstand ist. Sie war es, die das Bild in den Weidenkorb gelegt hatte, und einer Eingebung folgend, fragt Poe nach den restlichen Dingen, die sie noch versteckt hat, und tatsächlich wird seine Neugierde nun endlich befriedigt. Doch was offenbaren die Schriftstücke, die Morella ihnen zeigt? Morella kann sich befreien, doch schon an der Tür wird sie von der alten Frau aus der Hütte erschossen…

Ein würdiger Abschluss für die Staffel, auch wenn im Vergleich zu den letzten Folgen ein wenig die Spannung fehlt. Dafür erhalten wir jede Menge Informationen, die zwar nicht wirklich weiter führen, aber zumindest aufschlussreich genug sind, um neuen Spekulationen Nahrung zu geben. Poe wird seine Suche in Baltimore fortsetzen…

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