Hellboy: 05: Fast ein Gigant

Inhaltlich zwar noch mit der vorherigen Folge verwoben, in sich aber durchaus auch einzeln nachvollziehbar, präsentiert sich ‚Fast ein Gigant’ als erste Einzelfolge der Serie HELLBOY. Dadurch muss die gesamte Handlung ein wenig gestrafft werden, es bleibt nicht mehr so wahnsinnig viel Zeit für Nebenhandlungen und man konzentriert sich auf das Wesentliche. Waren die ersten zwei Doppelfolgen noch so komplex, dass man stellenweise Probleme hatte, allem zu folgen, erweist sich der Schritt in Richtung Einzelrelease als absoluter Glücksgriff.

Bei der Mission in Rumänien, deren Ziel die Vernichtung des Vampirs Giurescu war und die insgesamt beinahe im Ende der Menschheit gegipfelt hätte, ist einiges schief gelaufen.
Durch eigene Fehler, aber auch durch Verrat aus den eigenen Reihen, mussten viele Agenten ihr Leben lassen, und Liz Sherman liegt apathisch in einem Krankenzimmer, nachdem ihr durch einen künstlich erschaffenen Menschen (einen so genannten Homunkulus) ihre pyrokinetische Fähigkeit genommen wurde und somit ihr letzter Lebenswille ihren Körper verlassen hat.
Zusammen mit Kate Corrigan macht sich Hellboy auf, um den Homunkulus schnellstmöglich zu ergreifen, um den Vorgang rückgängig zu machen. Die einzige Spur, die sie finden, deutet auf ein kleines Dorf hin, aus dem regelmäßig relativ frische Leichen aus ihren Gräbern gestohlen werden. Kann HELLBOY rechtzeitig den Homunkulus aufgreifen, um seine Freundin zu retten?

Möglicherweise stehe ich mit meiner Meinung alleine da, aber mir gefällt es ungemein, dass die Geschichte nun um einiges gestrafft erzählt wird, der Aufbau entsprechend schneller zum Punkt kommt und es weniger Drumherum, weniger Hintergründe, aber auch weniger Verwirrungen gibt. Wo bei den ersten beiden Doppelfolgen am Ende der ersten Hälfte jeweils ein mittelgroßes Fragezeichen am Schluss stand, kann man nun die CD aus dem Player nehmen und mit einem gedanklichen Ausrufungszeichen bei Seite stellen.

Die kürzere Spielzeit hat keinerlei Einfluss auf tontechnische Dinge wie Effekte oder Sprecherqualität, und auch der Biss und Sarkasmus der Reihe bleiben bestehen. Alles in allem ist „Fast ein Gigant“ damit in meinen Augen die bisherige Krönung einer ansonsten ebenfalls gelungenen Serie. Wenn das Konzept so weiter Bestand hat, können wir uns auf kurzweilige Geschichten freuen, die den Charme von HELLBOY perfekt einfangen…

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