Hellboy: 06: Ghost

Der nächste, dieses mal völlig von Vorwissen aus anderen Folgen befreite Einteiler ‘Ghost’ fesselt mich fast noch mehr, als es schon ‚Fast ein Gigant’ geschafft hat.
Das Interessanteste an dieser Folge: HELLBOY ist dieses mal ohne seine aus den Filmen bekannten Teammitglieder unterwegs, statt dessen wird er von einer ehemaligen engeren Freundin begleitet, die seherische Fähigkeiten besitzt und somit bestens dafür geeignet scheint, einen Geist aufzuspüren. Willkommen in der Stadt des Verbrechens, willkommen in Arcadia…

Tilo Schmitz als Hellboy und Simona Pahl als Ghost liefern sich in dieser Folge ein herrliches Wortgefecht. Beide Synchronsprecher drehen richtig auf und transportieren die Gefühle ihrer Figuren perfekt über die Lautsprecher. Nichtsdestotrotz startet die Folge zunächst aber mit einer Rückblende.
Arcadia im festen Griff der Mafia… Eine herrliche Szene, vollgepackt mit sämtlichen stimmlichen Klischees, die man sich aus jedem nur erdenklichen Mafiafilm vorstellen kann, wird hier der Pate von seinem dümmlichen Handlanger permanent „Big Boss“ genannt, selbstverständlich mit italienischem Akzent. Hier nimmt das Unglück seinen Lauf, wir wollen aber nicht zu viel über mögliche Zusammenhänge verraten.

Hellboy wird nach Arcadia abkommandiert, um dort die paranormale Erscheinung „Ghost“ zu stellen, den Geist einer Frau, die aus Rache Verbrecher tötet. Eigentlich steht sie also auf der richtigen Seite, aber Selbstjustiz ist natürlich keine Lösung für die B.U.A.P., weswegen sie sich dieses Mal eigentlich auch mehr eine Mischung aus Festnahme und Rekrutierung erhoffen, statt den Gegner mit Waffengewalt zur Hölle fahren zu lassen…
Und, so scheint es zudem, Ghost ist kein Geist im eigentlichen Sinne, denn ihr Zustand der Körperlosigkeit wurde nicht durch ihr Ableben verursacht, sondern durch ein medizinisches Experiment.
Doch Ghost denkt gar nicht daran, sich einfach so der Behörde zu stellen, sondern heizt Hellboy ganz schön ein, sodass dieser so manches mal für längere Zeit zu Boden geht…

Wie gesagt: mir gefällt die Einzelfolgen-Konzeption deutlich besser als die Doppelfolgen, auch wenn in ‚Ghost’ tatsächlich die Hintergründe für spätere Ereignisse nicht wirklich klargestellt werden. Unterhaltsam ist das trotzdem allemal, und Tilo Schmitz beweist erneut, dass er Meister im Umgang mit Fäkalsprache ist!

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