Jack Slaughter: 05: Am Ende der Welt

Die Dämonenjäger-Comedy kommt nach einer kurzen Pause zurück. Nachdem ich bei ‚Virus in Jacksonville’ zum ersten Mal über diese Serie schmunzeln musste, war ich fast schon ein wenig neugierig, wie es wohl bei der Tochter des Lichts weitergehen würde. Mit dem großen Titel „Am Ende der Welt“ (angelehnt an John Sinclairs „Ein Friedhof am Ende der Welt“? oder doch eher „Das Restaurant am Ende des Universums“?) und den kommentierten Parallelen sind die Erwartungen recht hoch gesteckt. Ausserdem will man ja auch wissen, was aus Tony Bishop, dem Freund von Jack Slaughter, geworden ist.
Der befindet sich in der Gefangenschaft von Dr. Doom und wird dort gefoltert. Da er scheinbar in der Lage ist, die Gedanken seines Peinigers zu beeinflussen, musste dieser sich mit einem Aluminiumhelm dagegen abschirmen. Die Foltermethoden, die Doom nun einsetzt, sind allerdings allesamt nicht gerade sehr wirksam.
Um aber seinem ärgsten Widersacher zu schaden, bewirkt Doom einen Fluch auf Jack Slaughter (gähn): Slaughter ist ab sofort absolut unwiderstehlich, sowohl für Frauen, als auch für Männer. Was ihm anfangs noch ein wenig schmeichelt, wird mehr und mehr zur Last. Das ganze steigert sich dahingehend, dass plötzlich ganz Jacksonville (abgesehen von Rick Silver, der viel zu selbstverliebt ist, um anfällig zu sein) hinter Slaughter her ist und ihn verfolgt. Um zu verhindern, dass sich die Verfolgermeute gegenseitig niedermacht, will Jack seine Talisman-Puppe Ponytail einsetzen, um den Fluch zu brechen. Zu dumm nur, dass er die beim Karate-Training bei Kims Bruder Chuck Novak (ja, sehr witzig… Zum Glück bleiben wir bisher von Chuck-Novak-Witzen verschont) in der Umkleide vergessen hat…
Tony wird derweil von Dooms Assistenten Creeper befreit, weil der es nicht ertragen kann, dass Dr. Doom so viel Zeit mit Tony verbringt. Bishop nutzt einen günstigen Augenblick, um zu entkommen.

‚Am Ende der Welt’ sollte wohl eigentlich viel besser „Am Ende des Humors“, „Am Ende der guten Einfälle“ oder „Am Ende einer Hörspielserie“ heißen. Inhaltlich wird hier über eine Stunde lang ein Plot gestreckt, der auch in 10 Minuten durch sein könnte. Die Sprecher machen ihre Sache wieder einmal sehr gut, nur ist die Story leider so fade und nichtig, dass man auch den tollen Stimmen kaum noch Glaubwürdigkeit abnehmen kann. JACK SLAUGHTER hat sich wieder in die Ecke gestellt, wo ich die Serie schon vor der letzten Folge gesehen hatte, nämlich da, wo man sich aufgrund der eigenen Unlustigkeit und Ideenlosigkeit schämt. Mit noch mehr Flopper-Witzen und „haha, sie denkt, dass Jack Slaughter ein Mädchen ist“-Schminktipps ist diese Serie jedenfalls nicht mehr zu retten. Warten wir ab, wie sich das weiter entwickelt, und ob dann bald der Vorhang fällt (denn bei allem Respekt: so kann es nicht weitergehen!). Warum diese Folge nun ‚Am Ende der Welt’ heißt, wird übrigens nicht einmal ansatzweise klar.

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