Jack Slaughter: 06: Im Land der Vampire

‚Im Land der Vampire’ lässt schnell darauf schließen, dass JACK SLAUGHTER diesmal in Transsylvanien spielt, ist aber schlichtweg falsch. Wieder einmal wird Jacksonville terrorisiert, wieder einmal hat Dr. Doom die Finger im Spiel, und wieder einmal muss Jack Slaughter die Stadt vor einer Katastrophe retten.
Ursache für die Katastrophe ist Kaffee. Kaffee an sich ist keine Katastrophe, sondern kein Kaffee ist eine Katastrophe, und zwar für den koffeinsüchtigen Dr. Doom. Als nun der Kaffeebote entkoffeinierte Getränke vorbeibringt, platzt dem Dämon der Kragen, und er will dem Lieferanten zeigen, wie brutal es ist, kaffeesüchtig zu sein. Kurzerhand wird er in einen Kaffeevampir verwandelt, der sich nur vom Blut von anderen Koffeinjunkies ernähren kann. Nachdem der Jungvampir bei seinem Arbeitgeber Rockin´ Grizzlies Land of Coffee die gesamte Belegschaft ausgelöscht hat, wird auch Slaughter auf die vielen Toten aufmerksam. Gemeinsam mit Tony und Kim (die natürlich für Kaffee sterben würde) macht er sich auf die Suche nach der Ursache, und Reverend Black kann auch schnell erklären, warum alle Toten nicht nur vampirtypische Bissmerkmale tragen, sondern auch gelbe Zähne (vom vielen Kaffeekonsum). Das dumme ist nur: Kaffeevampire sind immun gegen Sonnenlicht, Weihwasser kann ihnen nichts anhaben. Aber auch hierfür hat Black die Lösung parat…

Diese schon recht umfangreiche Zusammenfassung der Ereignisse zeigt erneut, dass die Macher wieder keine Kosten und Mühen gescheut haben, mit möglichst wenig Inhalt möglichst viel Hörspielzeit zu erschaffen. Pointen gibt es in dieser Folge von JACK SLAUGHTER wieder nur maximal eine Handvoll, dafür werden wir erneut von müden Witzen überhäuft, die (entgegen der scheinbaren Ansicht der Schreiber) mit wiederholtem Hören nicht besser werden. Die Tatsache, dass erneut Chuck Novak in dem Hörspiel auftaucht, ist für mich ein klares Indiz, dass man hier darauf hinarbeitet, ab demnächst auch mindestens einen Chuck-Norris-Witz pro Folge reißen zu können.
Fazit: technisch brillant, inhaltlich ermüdend und schrecklich dünn, zeigt ‚Im Land der Vampire’, dass ‚Virus in Jacksonville’ wohl lediglich der Beweis dafür war, dass auch ein blindes Huhn mal ein Korn findet. Wenn den Machern nichts Besseres mehr einfällt, dann sollen sie doch lieber gleich eine komplette Folge nur mit Schminktipps von Grandma-Abigail veröffentlichen, denn vielleicht ist da dann noch etwas Brauchbares mit dabei. Alternativ könnten die Sprecher auch nacheinander aus dem Telefonbuch vorlesen, das ist zumindest informativ, wenn auch nur lokal hilfreich.

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