Burnthe8track – Division

Acht Spuren reichen gerade einmal für die Aufnahme eines einfachen Schlagzeugs. Mixt man sie ab und überspielt sie auf nur eine Spur, hat man zwar wieder sieben freie, aber am Schlagzeug lässt sich dann kaum noch etwas verändern. Die digitale Aufnahmetechnik lässt solche archaische Vorgehensweisen obsolet erscheinen, sodass das Achtspur-Gerät wohlwollend verbrannt werden kann.

Seit den Veröffentlichungen von „The Ocean“ auf Alveran Records und dem Nachfolger „Fear Of Falling Skies“ durch Universal haben die Kanadier BURNTHE8TRACK aus Winnipeg für einigen Wirbel gesorgt. Ihre Livequalitäten stellten sie bereits in den USA, Kanada und in Europa, teils als Support für Bands wie SUM 41, COMEBACK KID, IGNITE oder den MISFITS, unter Beweis. Oft wurden sie mit HOT WATER MUSIC, FACE TO FACE oder TAKING BACK SUNDAY verglichen, obwohl die Band trotz hörbarer Überschneidungen selbst nicht denkt, dass diese Vergleiche passen.

Nun wird das Album „Division“ wieder veröffentlicht. Um genauer zu sein: „Division“ ist eine Kompilation der Single „Battle Of The Network Stars“ und einer 6-Song-EP, die lediglich in Kanada zu erhalten war. Damit schließen BT8T die Lücke zu ihrer eigenen Vergangenheit und machen diese der Restwelt zugänglich. Wer das grandiose Debüt „The Ocean“ sein Eigen nennen darf, hört auf „Division“ eindeutig die musikalische Grundlage dafür heraus: Melodischer, energischer und emotionaler Rock zwischen Punk und Hardcore, der besonders aufgrund der charismatischen Stimme von Derek Dun einen hohen Sympathiewert besitzt…und das alles ohne dieses massentaugliche Kalkül vieler Mitstreiter. Dabei erinnert der Gesang den Rezensenten nicht in erster Linie an die oben aufgeführten Vergleichbands, sondern vielmehr an die Stimme eines Dave Smalley und daher an solche Meilensteine wie „Can I Say?“ von DAG NASTY oder „Blue“ von DOWN BY LAW, die bei den Kanadiern durchaus im CD-Schrank stehen dürften.

Trotz all dieser lästigen Vergleiche präsentieren uns BT8T ihre eigenständige, lockere, nachvollziehbare und durchaus bewundernswerte Interpretation moderner alternativer Rockmusik. Das lässt einen dann auch darüber hinwegsehen, dass die Aufnahmequalität ihrer ersten Takes nicht den Vergleich mit den beiden späteren Werken standhalten kann. Aber wie gesagt: Die Achtspurmaschine gehört ja auch verbrannt.

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