Trio mit vier Fäusten – Staffel 3

Die Detektei aus King Harbor geht in die letzte Runde. Endlich ist auch die dritte Staffel von TRIO MIT VIER FÄUSTEN auf DVD erhältlich, wodurch die Serie mit insgesamt 58 Folgen zu ihrem Ende kommt. Nostalgiker wissen diese Serie sowieso zu schätzen, allen anderen können wir eine spannende, actionlastige Detektivreihe versprechen, die zugegebener Maßen ihren 80er-Jahre-Charme nicht verbergen kann.

Cody Allen, Nick Ryder und Murray Bozinsky betreiben gemeinschaftlich ein Detektivbüro. Ihr Einsatzbereich ist vielseitig: Beschattungen, Geleitschutz für wichtige Personen, verdeckte Ermittlungen, bis hin zur Klärung von Mordfällen oder, für damalige Verhältnisse noch topmodern und fast schon futuristisch angehaucht, Computerkriminalität, denn mit Murray hat man einen echten Spezialisten für alle technischen Fragen mit an Bord, wohingegen Cody und Nick eher für handfestes Haudrauf geeignet sind, wobei ihnen hier ihr Militärhintergrund (beide sind Vietnamveteranen) oftmals zugute kommt.

Die Dritte Staffel der Serie kommt auf fünf DVDs mit insgesamt 22 Folgen in den Handel. Mehr darf man für unter dreißig Euro eigentlich nicht erwarten. Bild-und Tonqualität sind verständlicher Weise nicht mit aktuellen Serien vergleichbar, da die technischen Möglichkeiten gänzlich anders aussahen und heute auch mit völlig anderen Budgetgrößen produziert wird. Ebenfalls typisch für „ältere“ Serien: die Folgen sind in der Regel in sich abgeschlossen und stehen auch nicht zwangsweise in einem chronologischen Zusammenhang. Heute fast schon undenkbar, eine Serie zu bringen, die keine Cliffhanger für die nächste Folge beinhaltet.

Die stellenweise recht witzige Synchronisation sorgt für ungewollt komische Momente (Beispiel: „…sonst kommt noch das ZDF“… Selbst Fernsehsender aus Amerika wurden „übersetzt“, da man sich zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen konnte, dass der Otto-Normalverbraucher mit fremden Sendernamen etwas anfangen konnte, geschweige denn, dass ein anderer Fernsehsender die Serie ausstrahlen würde. Es gab ja eigentlich nur eine Handvoll). Die Kleidung der Leute ist, den Achtzigern entsprechend, heutzutage schon nur noch unter Schmerzmitteln zu vertragen, und auch der Härtegrad der Action, die geboten wird, ist im Vergleich zu heutigen Serien eher niedlich. Was waren das für Zeiten, wo eine einfache Verfolgungsjagd mit anschließendem K.O.-Boxen als Action galt. Heute müssen schon Leichenteile über den Asphalt regnen, Gebäude in die Luft fliegen oder Autos in einem gleißenden Feuerball vergehen, damit man noch halbwegs die Augen offen halten kann, wenn man vorm Fernseher sitzt.
Umso erfreulicher sind dann die DVD-Retro-Trends wie eben TRIO MIT VIER FÄUSTEN, die zeigen, dass es auch anders geht. Jugenderinnerungen sieht man allerdings ehrlich gesagt immer mit einem leicht verklärten Blick, daher sei allen gesagt: wer die Serie nicht kennt, sollte erst einmal reinschauen, bevor er sich vorschnell beeinflussen lässt von Leuten, die viele Jahre zuvor gebannt vorm Fernseher hockten und die spannenden Folgen als Fernsehpremiere betrachteten.

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