Monty Python – Almost the truth

Wer kennt sie nicht, die Schauspieltruppe aus England, die mit ihrem schrägen Humor jahrelang für brüllende Lacher sorgte? Filme wie ‚Das Leben des Brian’ oder ‚Die Ritter der Kokosnuss’ sind berechtigter Weise Kult, und auch spätere Arbeiten von John Cleese haben ihre Fanscharen. Aber wie ist das alles überhaupt zustande gekommen? Wie haben sich die Schauspieler kennen gelernt? Was hat sie bewegt, und wie sind sie zur Schauspielerei gekommen? Woher haben sie die unendlich vielen Ideen zu ihren Sketchen genommen?

Wen diese ganzen Fragen tatsächlich interessieren, der wird bei der Dokumentation ALMOST THE TRUTH sicherlich viele Antworten erhalten. Auf drei DVD´s wird in knapp acht Stunden die (nahezu) vollständige Wahrheit von und über Monty Python erzählt. Jede Menge Interviewmaterial, alte Aufnahmen und Originalmaterial fasst die gesamte Schaffenszeit der Ulktruppe zusammen, es wird aufgeklärt, wie es zum ersten Zusammentreffen der einzelnen Leute kam, wer hinter den Trickfilmen steckt, wie manche Gags entstanden sind, einfach all das, was man normalerweise nirgendwo erfahren würde. Ebenfalls vielen nicht bewusst: der Begriff „SPAM“ für unnötig versendete Werbemails hat seinen Ursprung aus einem Monty Python-Sketch, in dem es auf einer Speisekarte nur und ausschließlich Gerichte mit spam (also Dosenfleisch) gibt, wobei das Dosenfleisch auch teilweise mehrfach im Gerichtnamen enthalten ist. Solche und andere Anekdoten finden sich hier zuhauf.

Die Bildqualität und Tonqualität unterliegt starken Schwankungen, je nach Herkunft des gezeigten Materials entsprechend gut oder schlecht. Gut, wer etwas anderes erwartet hat, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Wenn man dieser Dokumentation überhaupt etwas ankreiden will, dann ist es die Tatsache, dass John Cleese, Michael Palin, Terry Jones, Eric Idle, Terry Gilliam sowie Graham Chapman (welcher im Oktober 1989 einen Tag vor dem 20jährigen Jubiläum von Monty Pythons Flying Circus an den Folgen eines Krebsleidens verstarb) in den gezeigten Interviews recht nüchtern und sachlich an die Sache herangehen und die ganze Doku dadurch etwas trocken wirkt, bedenkt man, was die Herren sonst so verbrochen haben. Insgesamt werden insbesondere in den ersten Episoden extrem wenig Sketchinhalte gezeigt. Zugegeben: es ist nun einmal eine Dokumentation und keine Best of-DVD, aber ein wenig mehr Humor hätte schon sein können. Wen das nicht stört und wer immer schon mehr Hintergründe zu Monty Pythons Flying Circus haben wollte, kann sich auf drei Discs auf folgende Episoden freuen:

Disc 1:
01 The Not-So-Interesting Beginnings
02 The Much Funnier Second Episode
03 And Now, The Sordid Personal Bits

Disc 2:
04 The Ultimate Holy Grail Episode
05 Lust For Glory!
06 Finally! The Last Episode (Ever) (For Now…)

Disc 3:
07 The Sketches
Bonusmaterial

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