War Inc.

Hauser ist Auftragskiller. Sein aktuelles Ziel ist der Energieminister des durch ständige Borbadements zerrütteten Turakistan, denn der will eine Pipeline bauen, die dem US-Megakonzern Tamerlane (die unter anderem auf Waffenentwicklungen spezialisiert sind) im Weg ist. Vor Ort findet in der „kriegsberuhigten Zone“ innerhalb der Tamerlane-Grenzen anlässlich der Expo-Ausstellung auch die Hochzeit der großen Pop-Prinzessin Yonica Babyyeah statt, und Hauser wird in der Tarnung eines Eventmanagers somit dorhin gelotst, um sein Opfer im Visir zu haben.

Jedoch macht sich nicht nur die zuküftige Braut an ihn ran, zu allem Überfluss verguckt sich Hauser auch noch in die Journalistin Natalie Hegalhuzen, die über die schändlichen Zustände ausserhalb der sicheren Zone berichten will, allerdings auf dem Expogelände nur bedingte Zutrittsgenehmigungen hat.
Hauser zweifelt mehr und mehr an seiner Mission und auch an seinen eigenen Absichten, Zielen und Plänen. Als Hegalhuzen entführt wird, beschließt er, sie zu retten und somit der Wahrheit einen Schritt näher zu kommen.

Die Besetzung von WAR INC. kann sich wirklich sehen lassen. Mit John Cusack als Auftragskiller, Ben Kingsley als ehemaliger Auftraggeber sowie Dan Akroyd in der recht kurzen Nebenrolle als Vizepräsident hat man sich schon ein paar Hochkaräter ins Boot geholt. Leider gibt der Plot kaum Platz für großes Charakterspiel, was aber gar nicht unbedingt das größte Problem dabei ist.
Viel schlimmer ist hierbei die Tatsache, dass die Story an sich eine politische Satire sein will (die Betonung liegt hierbei auf sein WILL). Leider wirken die meisten Sequenzen eher flach, flacher noch, als man es von modernen flachen Filmen gewohnt ist. In vielen Situationen fühlt man sich zurückversetzt in Zeiten von „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff / Flugzeug“. Dabei verpuffen viele Witze einfach im Nichts.
Die Kernaussage, die hinter dem ganzen steckt, verdient Anerkennung, schließlich eckt man hiermit nicht nur an der Kriegsführung der USA an, sondern legt sich auch mit Waffenentwicklern, privaten Sicherheitsfirmen und großen Konzernen im Allgemeinen sowie dem Fernsehbusiness an sich an.

Wer eine bissige Satire sehen will, die in einem ähnlichen Szenario angesiedelt ist, sollte lieber zu „Lord of war“ greifen. Der Titel WAR INC. lässt schnell auf eine ähnliche Geschichte vermuten, die tatsächliche Handlung hat mit Kriegslieferungen allerdings kaum etwas zu tun. Absichtliche Irreführung? Rein spekulativ. John Cusack-Fans werden hier sicherlich die eine oder andere witzige Szene sehen, wirklich großartig unterhaltsam ist das alles aber nicht gerade.

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