ExTerminators

Alex ist so in etwa das genaue Gegenteil einer emanzipierten Frau. Schüchtern und introvertiert nimmt sie es mit fast stoischer Gelassenheit hin, als ihr der Job plötzlich und unerwartet gekündigt wird, und ihr dieses fast schon unverschämt lachend ins Gesicht gesagt wird. Als sie nach Hause kommt, erwischt sie ihren Lebenspartner mit einer anderen Frau beim Seitensprung, letztere stellt sich auch noch hocherfreut vor, endlich mal die Schwester ihres Schwarms kennen zu lernen. Nun ist Frust-Shoppen angesagt, doch auch hier läuft es nicht so, wie sich Alex das vorstellt, und als ihr dann jemand eine Bluse wegschnappen will, die sie lediglich kurz hingelegt hat, um sich etwas anderes anzuschauen, knallt bei ihr eine Sicherung durch und sie verpasst dem Kerl einen Faustschlag ins Gesicht…

Hierfür muss sie sich vor Gericht verantworten und wird in eine Anti-Aggressions-Gruppe gesteckt, wo sie Frauen mit gleich gearteten Problemen kennen lernt, die allerdings deutlich emanzipierter zu sein scheinen. Doch hier hört man ihr zu und sie findet schnell Freundinnen… Die jedoch lösen Probleme auf ihre eigene Art und starten eine „stille Revolution“ gegen die Männerwelt, und als dann durch einen Unfall der erste „Scheißkerl“ das Zeitliche segnet, beschließen die drei Frauen, hierüber zu schweigen… Alex ist entsetzt, doch die anderen scheinen Gefallen daran zu finden…

EXTERMINTATORS ist recht kurzweilig, dem Film fehlen allerdings wirkliche Höhepunkte. Zwar kann man über die eine oder andere skurrile Situation lachen, doch gerade den eigentlichen Dreh- und Angelpunkt der Geschichte lässt man einfach viel zu sehr außen vor.
Man sieht und erfährt fast mehr über Alex´s nicht vorhandene Kochkünste, als über die „Ungezieferentsorgung“ selbst, um die es ja eigentlich geht.

Die Moral, die uns EXTERMINATORS mit auf den Weg geben will, ist vielseitig: hier wird Sexismus angeprangert und Freundschaft als wichtigstes Gut auf Erden glorifiziert, das sogar über Recht und Ordnung hinweg Geltung hat und geschützt werden muss.

Alex´s Dilemma, zwischen Recht (in Form ihres neuen Freundes von der Polizei) und Freundschaft (in Form ihrer kriminellen Freundinnen) zu wählen, wird quasi vollständig verschleiert, da Alex um sich herum nichts wahrzunehmen scheint.

Rein technisch ist der Film in Ordnung, für eine Komödie schafft man es aber nicht, richtig witzige Momente herauszuarbeiten und dann auch hier weiterzumachen. Der Film hätte mehr von der Sorte Humor vertragen, der kurz aufflackert, als der Steuerprüfer gefragt wird, ob er schon immer Steuerprüfer werden wollte…

Amerikanischer Klamauk, ein schwarzhumoristisches Pendant zu Sex And The City, wie man es schon relativ häufig gesehen hat, aber eben auch schon einige male klar besser…

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