Slechtvalk – A forlorn throne

Nach Within Temptation und Delain bin ich schon fast überrascht, mit SLECHTVALK eine niederländische Band auf die Ohren zu bekommen, die nicht versuchen, mit Keyboard-Bombast zu arbeiten. Stattdessen setzen die Holländer ihre Füße in die grenzübergreifende Zone zwischen Black Metal und Viking Metal. Ich muss zwar gestehen, dass ich bislang von SLECHTVALK noch nichts gehört hatte, aber ihr viertes Album ‚A forlorn throne’ macht definitiv auf Anhieb Lust auf mehr…

Dass die Band nicht nur gelegentlich Amon Amarth hören, merkt man ziemlich deutlich, aber es gelingt ihnen, diesen Haupteinfluss durchaus gut zu verkaufen und mit einer eigenständigen Note zu verzieren. Naja, das Bild von den Drachenbooten, die in den Grachten herumfahren, hinkt auch ein wenig. Vor allem ist hier dann der Gesang gefragt, der sich klar von den Nordmännern abheben kann. In der Stimme ist nämlich das zu finden, was ihre Kategorisierung ins Black Metal erklärt…

Die Produktion von ‚A forlorn throne’ klingt satt, aber nicht überproduziert. Eine druckvolle Kombination aus treibenden Drums und melodischen Gitarrenriffs, die ebenfalls nach vorne peitschen, bilden das Grundgerüst für den etwas flachen, aber jederzeit prägnanten Gesang.
Eines der Highlights auf der Scheibe ist der choralisch angehauchte Cleangesang, der perfekt zur restlichen Stimmung passt und mich stellenweise ein wenig an Bands wie Blind Guardian erinnert.

Da die Band bereits einige Touren, unter anderem als Support für Eluveitie, Manegarm, Endstille, Skyfoger oder Suidakra, hinter sich hat und entsprechende Erfahrungen sammeln durfte, sind wir gespannt darauf, wann die Herrschaften ihre neue CD auch in unseren Gefilden auf der Bühne präsentieren werden. Haltet am besten ab und zu mal die Augen auf der (in Bezug auf die Adresse etwas zu lang geratenen) Myspace-Seite offen, um das dann nicht zu verpassen…

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