Ceremony – Rohnert Park

Rohnert Park ist die Heimatstadt von CEREMONY. Soweit die Recherchen. Nein, nicht ganz. Der Name der Band war mir definitive noch ein Begriff, aber leider hatte ich nichts mehr im Ohr, dass ich hätte sagen können “die fand ich klasse” oder “das war eher nichts. Leider, weil ich mir dann eventuell wenige Minuten akustischer Schmerzen hätte ersparen können. Ein Blick ins Rezensions-Archiv verrät: auch der letzte Output der Band ist an mir zerschellt, und so ergeht es auch ‚Rohnert Park’.

Inzwischen ist mir allerdings klar geworden, dass die Klassifizierung Old School Hardcore bei dieser Band vielleicht doch nicht ganz zutrifft, nennen wir es lieber Ranz-Punk. Gleich der Opener ‚Into the wayside Part I / Sick’ dient als Wegbereiter für das, was uns auf dem restlichen Album begleiten (oder sollte ich gar „quälen“ sagen?) wird. Schrammelgitarren, stellenweise ein Riff nur aus einem Akkord bestehend, 2-Parts-pro-Song-Strukturen, nölig geschriener Gesang. Irgendwie ein bisschen wie Sex Pistols, aber nur ein bisschen.

Die Aufnahme an sich ist durchaus ein wenig besser geworden, als es noch das Vorgängeralbum von sich behaupten durfte, das ist allerdings lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Schnelles Fazit, um sich nicht viel länger mit dieser Scheibe aufzuhalten:
Wen „Still nothing moves you“ kalt ließ, den wird auch “Rohner Park” nicht zum Spaziergang im Grünen bewegen (was für ein raffiniertes Wortspiel). Im Vergleich zum Vorgänger ist alles eine spur Punk-lastiger geworden, wer sich das sehr gut vorstellen kann, sollte mal ein Ohr riskieren. Für mich ist diese Scheibe aber lediglich eine klangliche Weiterentwicklung, keine musikalische!

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