Dirty Tactics – It is what it is

Eine ziemlich schmutzige Taktik ist es, wenn die Titel auf dem Backcover überhaupt nicht zu denen auf der CD passen – sei es die Reihenfolge oder die Anzahl der Songs. Abgesehen davon sind DIRTY TACTICS doch recht nette Jungs.

Das Trio aus Philadelphia begann einst als Schülerband und coverte Punksongs der 77er-Generation, bis man sich dazu entschloss, eigene Stücke zu schreiben und mit ihnen ins Land zu ziehen. Nach „Love is dead, art is war“ (2007, Underground Cities) und den beiden EPs „Gangster Stamina“ (2008, Underground Cities) und „Teaser“ (2009, Flix Records) liegt jetzt mit dem in Eigenregie aufgenommenen „It is what it is“ auf Say-10 Records das neueste Release vor, auf dem DIRTY TACTICS ihre Mischung aus Folk, Punk und Rock präsentieren.

Um es deutlich zu sagen: DIRTY TACTICS betreiben Kleinkunst und wissen mich auch nicht vollends zu überzeugen – zu zusammengewürfelt ist doch ihr neues Album, in das sich neben tollen Stücken wie „Baltimore“ und „The Process“, die klar den Rock-Nerv von GASLIGHT ANTHEM, THE LOVED ONES und den kürzlich von mir angepriesenen BLACKLIST ROYALS treffen, auch Belanglosigkeiten einschleichen und so die ohnehin kurze Spielzeit noch weiter vermindern.

Wer sich trotz dieser einschränkenden Empfehlung für das Trio interessiert, der kann das komplette Album auf punknews.org streamen. Eine Vinyl-Version soll laut Label-Page demnächst noch erscheinen, ebenso wie eine neue EP, die nach der Beendigung der Europa-Tour von Pete Steinkopf (BOUNCING SOULS) produziert werden soll. Hoffentlich besinnt man sich dabei auf die Stärken der Band.

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