Must love death

Mit MUST LOVE DEATH wagt sich mit Andreas Schaap nun auch endlich ein deutscher Regisseur an das Thema „Horror trifft auf schwarzen Humor“ heran. Tatsächlich weiß die Story stellenweise gut zu unterhalten, wirklicher Horror will aber leider irgendwie nicht aufkommen. Aber wenn eines feststeht, dann, dass die Geschichte absolut skurril ist und nicht immer klar wird, worauf das eigentlich alles abzielen soll.
Norman, ein Studiomusiker mit eher mäßigem Erfolg, wird von einer Kellnerin angefahren, kurz nachdem er von seinem Freund und Produzenten erst einmal für eine Weile freigestellt wird, um einen klaren Kopf zu bekommen. Ihm selbst passiert dabei nicht sonderlich viel, und bei einem Essen als Entschuldigung kommen sich die beiden näher. Norman verliebt sich in Jennifer, doch die hat ihm bislang verheimlicht, dass sie noch mit ihrem Freund zusammen wohnt, der zu allem Überfluss auch noch Normans großes Science-Fiction-Filmidol ist. Völlig verzweifelt und depressiv findet er im Internet eine Gruppe, die sich zusammenfindet, um kollektiven Selbstmord zu begehen.
Vor Ort stellt Norman dann allerdings fest, dass es sich keineswegs um Gleichgesinnte handelt, sondern dass er in die Fänge von einem Paar Psychopathen geraten ist, die eine perverse Foltershow auf Video aufzeichnen, in der jeweils mehrere Teilnehmer um ihr Leben bangen dürfen. Dabei haben sie keinerlei direkten Einfluss auf den Verlauf der Show, sondern werden nach belieben gefoltert oder getötet.

MUST LOVE DEATH springt munter in den Zeitebenen hin- und her, wobei die romantischen Elemente jeweils in der Vergangenheit spielen, die Horrorelemente im jetzt spielen, und der rabenschwarze Humor sich als roter Faden durch die Geschichte zieht. Zwar ist die Grundidee hinter dem Film innerhalb von zwei Sätzen zusammengefasst, jedoch reicht die Handlung hierbei aus, um eine Filmlänge voll zu kriegen. Insgesamt hätte ich mir etwas mehr Horror bzw. Splatter für diesen Film gewünscht. Die Idee ist zwar gut, aber bei der Umsetzung ist man meiner Ansicht nach etwas zu zaghaft zur Sache gegangen. Wäre dieser Bereich maßlos übertrieben worden, hätte das dem Komödiencharakter des Films durchaus gut getan.

Alles in allem ein gelungenes Filmdebüt, das allerdings die eine oder andere Chance ungenutzt verstreichen lässt, in seiner Machart aber durchaus sehenswert ist, da es einige gute und vor allem neuartige Ansätze für dieses Genre bietet.

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