Don Harris: 07: Drei Gräber in Sibirien

DON HARRIS, der Psycho-Cop, ist zurück. Die lange Wartezeit auf die neue Folge „Drei Gräber in Sibirien“ hat sich definitiv gelohnt, allerdings ist die Hoffnung groß, dass zum nächsten Release eine nicht ganz so lange Lücke aufklaffen möge. Weiterhin in den verantwortungsvollen Händen von Oliver Döring, kann sich die Produktion von DON HARRIS im direkten Vergleich zur Konkurrenz durchaus behaupten…

Der MI6 vermisst einen seiner Informanten. Der Journalist Alan Bancroft ist spurlos verschwunden. Sein letztes Lebenszeichen ist ein undeutlicher Funkkontakt, aus dem die Worte Rasputin und Höllensöhne das einzig brauchbare sind, was man für eine Recherche verwenden kann. Don Harris wird losgeschickt, um zusammen mit der russischen Agentin Larissa Chamova in einem entlegenen Kloster in Sibirien nach Bancroft zu suchen, doch was er dort vorfindet, übersteigt das, was er bislang für möglich gehalten hat…

Auf Seiten der Sprecher gibt es erneut nichts, was man dem Hörspiel vorwerfen könnte: Dietmar Wunder als Don Harris und Claudia Urbschat-Mingues als Elektra machen ihre Sache wieder ausserordentlich gut, als wichtigste weitere Stimme auf Seiten des Don Harris-Teams dürfte hier Marion von Stengel genannt werden. Torsten Michaelis und Martin Kessler agieren auf Seiten der Höllensöhne, und das nicht minder brillant.

Die Produktion selbst ist durch und durch überzeugend, einzig der Inhalt der Folge ist ein wenig substanzlos und wirkt in sich ein wenig zusammengeschustert. Rasputin, die Höllensöhne, ein bestimmtes Elixier… Prima Zutaten, die aber im Endeffekt nur die Rahmenhandlung darstellen, warum Don Harris überhaupt loszieht. Heimlicher Höhepunkt der Folge dürfte nichtsdestotrotz die weitere Erforschung und Entdeckung von Harris´ Fähigkeiten sein, die er unter der Anleitung von Elektra einsetzt und die ihm in diesem Fall sogar das Leben retten…

Für die nächste Folge von DON HARRIS gibt es gleich mehrere Wünsche: nicht wieder so viel Zeit lassen wie dieses mal, und eventuell auch etwas weniger Action zugunsten von mehr Inhalt. Natürlich ist klar, dass man nur das in ein Hörspiel einbringen kann, was in diesem speziellen Fall die Buchvorlage hergibt, aber dass es hier ein wenig an Substanz fehlt, kann niemand verleugnen. Alles in allem ist aber auch „Drei Gräber in Sibirien“ ein enorm unterhaltsames Hörspiel, das allein schon von der hochwertigen Produktion deutlich mehr Anspruch hat als manch anderes Konkurrenzprodukt…

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