Ion Dissonance – Cursed

ION DISSONANCE gibt es seit acht Jahren. In diesen acht Jahren haben sie 3 Alben herausgebracht, über 750 Shows gespielt, und: drei Jahre pausiert! Jetzt sind sie zurück, mit neuem Album und dem Anspruch, alle anderen Bands in Sachen Extrem-Metal das Fürchten zu lehren. ‚Cursed’ hat definitiv das Potential, diesem Anspruch gerecht zu werden…

Die Band ist schnell, sie ist technisch absolut high end, schrill, dissonant (wie der Name schon verrät), aber dabei irgendwie nicht abschreckend, sondern interessant.
Ein Hauch Dillinger Escape Plan scheint durch die Songs, allerdings genauso viel Anteil von Origin oder anderen Brutalbands. Stimmlich setzt man sich vom Einheits-Deathmetal ab, ION DISSONANCE Shouter klingt eher nach Metalcore (ohne Cleangesang wohlgemerkt).

Die Produktion der Scheibe (übrigens von Gitarrist Antoine Lussier in die Hand genommen) ist überzeugend durchsetzungsfähig, klanglich transparent, aber gleichzeitig auch druckvoll und kreischend. Eben genau so, wie eine solche Scheibe klingen sollte.

Das Problem an ‚Cursed’? ION DISSONANCE haben den Hang dazu, ihre Zuhörer zu überfordern, und schon nach wenigen Songs sehnt sich das Gehör nach ein paar versöhnlicheren Klängen, nach einem Moment der Entspannung und Ruhe.
Setzt man nach einer Pause einen Song später wieder ein, wird man unter Umständen gar nicht merken, neues Songmaterial zu hören, da die Abläufe nicht sonderlich eingängig sind, und die schrillen Parts haben nur wenig Wiedererkennungswert.

Alles in allem ist ION DISSONANCE´s neues Album wie eine Nagelkeule: wo sie hinschlägt, da wächst kein Gras mehr! Äusserst effektiv… Der Haken daran, hat man erst zwei- dreimal zugeschlagen, sieht das Ding hässlich verbogen und vollgesaut aus, sodass man es erstmal zur Reinigung in die Ecke stellen muss… Ekelhafter Vergleich, aber irgendwie erschreckend passend!

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