Me First And The Gimme Gimmes – Go down under

Gut drei Jahre sind seit der Resteverwertung „Have another ball“ ins Land gezogen, viereinhalb sogar seit dem letzten richtigen Studiowerk „Love their country“, wenn man die 7inches nicht mit in Betracht zieht. Es ist also an der Zeit, dass die Punkrock-Chartbreaker-Superband von Fat Mike (NOFX), Joey Cape(LAG WAGON, BAD ASTRONAUT), Jake Jackson a.k.a. Chris Shifflet (Ex-NO USE…, FOO FIGHTERS), Dave Raun (Ex-RICH KIDS ON LSD, LAG WAGON) und Spike Slawson (SWINGIN´ UTTERS) den Fans etwas wirklich Neues bietet.

Und so ist die Enttäuschung groß, dass das aktuelle Lebenszeichen puren Frohsinns lediglich eine erweiterte Spielzeit im Vergleich zu einer Single aufweisen kann, schlichtweg also nur eine EP ist. Auf ihr macht das Quintett eine Reise down under ins Land der Kängurus und Koala-Bären, nach Australien, auf den fünften Kontinent (Ob das der Grund ist, warum nur fünf Stücke auf dem Tonträger sind?).

In gewohnter Manier rocken sich die Herren durch Stücke von INXS, Rick Springfield, AIR SUPPLY oder THE EASYBEATS, die mir zu meiner Schande nicht unbedingt im Original bekannt sind bzw. waren. Man denkt bei Australien doch eher an Kylie Minogue, sogar an AC/DC und meinetwegen auch an SILVERCHAIR. Es hätte also Möglichkeiten genug gegeben, die EP zur LP werden zu lassen.

Letzten Endes muss man aber sagen: Schwamm drüber! Obwohl „Have a ball“ und „Blowin´ in the wind“ größeres Hit-Kaliber auffahren konnten, macht sich das GIIMME-Feeling auch hier vom ersten Takt an breit, ohne dass man zu den Originalen eine besondere Beziehung pflegen müsste. Und auch die kurze Spielzeit führt dazu, dass man neben der normalen CD eine Doppel-7inch im Mini-Gatefold erwerben kann. Wann hat man schon sowas?

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