Strung Out – Top Contenders – The best of

Zwei Jahre sind seit der Veröffentlichung des letzten Studioalbums „Agents of the Underground“ ins Land gezogen. Und nachdem man zuvor mit der B-Seiten-Kompilation „Prototypes and Painkillers“ allessammelnde Fans beglückte, kommen nun Einsteiger und Ich-brauch-nur-das-Beste-haben-Woller auf ihre Kosten. Zum 22. Geburtstag präsentieren uns die kalifornischen Metal Punks aus Simi Valley zusammen mit Fat Wreck Chords eine – wie der Name es schon sagt – Zusammenstellung der in ihren Ohren besten Songs. Allein acht Studioalben und zwei EPs bieten hierfür genug Material.

Nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern als mögliche Setlist eines Konzertes sind die 26 Stücke angeordnet – beginnend mit den beiden Album-Openern „Firecracker“ („Suburban Teenage Wasteland Blues“) und „Velvet Alley“ („An American Paradox“) sowie dem Kopfnicker „Mind of my own“ von „Twisted by Design“, einem meiner absoluten Favoriten der Band. Im weiteren Verlauf geben sich ältere und jüngere Klassiker die Klinge in die Hand, etwa „Cemetery“, „Bring out your Dead“, „Blueprint of the Fall“, „Exhumation of Virginia Madison“ und „In Harm´s Way“ (einst der Beitrag zum ersten Fat-Sampler), bis der ultimative Song „Matchbook“ das Ganze abschließt.

Auch wenn einem Fan der ersten Stunde wie mir Songs wie „Alone“ und „Solitaire“ oder die gern gehörte B-Seite „Lost Motel“ fehlen, muss man zugestehen, dass die Songauswahl für ein Best-of durchaus gelungen ist und mit Ausnahme des allerersten, erst später unter dem Namen „The Skinny Years“ veröffentlichten Albums sämtliche Werke zu gleichen Teilen berücksichtigt wurden, was dem Ziel einer Retroperspektive gut tut.
Doch auch für solche, die bereits alles von STRUNG OUT ihr Eigen nennen können, bietet „Top Contenders“ aufgrund der Preispolitik im Hause Fat einen Anreiz, ein paar wenige Euro in eine 78 Minuten lange CD oder Doppel-LP zu investieren: Zum einen hat die Band mit „City Lights“, „Saturday Night“ und „Here we are“ drei hörenswerte neue Songs beigetragen, zum anderen erstrahlen alle Songs im neuen Mix von Ryan Greene, der es im direkten Vergleichshören geschafft hat, das mitunter Matschige aus den älteren Aufnahmen herauszufiltern, sodass die Perlen aus den 90ern heute im Glanz des 21. Jahrhunderts erstrahlen. Weiterhin wird der Scheibe ein dickes Booklet mit unzähligen Fotos und Fan-Tattoos beigelegt. Insofern ist „Top Contenders“ sowohl für Neulinge als auch alte Hasen quasi ein Rundum-sorglos-Paket. Thumbs up!

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