Bruc

Ein einzelner Trommler sorgt für Napoleons erste Niederlage? Wie das genau zustande gekommen sein soll, erfahrt ihr in dem durchaus spannenden und actionreichen Film BRUC, der allerdings nicht ganz realitätsnah sein dürfte. Aber man schaut sich diese Art von Filmen sicherlich auch nicht an, um seine Lücken aus dem Geschichtsunterricht zu schließen, sondern um unterhalten zu werden.

Wir schreiben das Jahr 1808. Napoleons Armee befindet sich in Spanien als Besatzungsmacht und vergrößert das Territorium von Tag zu Tag. Bei El Bruc allerdings stellt sich der Armee eine kleine Rebelleneinheit entgegen. Was zunächst nach einem verzweifelten Auflehnen aussieht, endet durch einen Zufall allerdings in einer derben Niederlage Napoleons. Ein Trommler der Rebellen erzeugt durch seinen Krach und die Gewehrsalven Erdrutsche, die Napoleons Männer unter sich zertrümmern.
Das kann sich dieser natürlich nicht bieten lassen und gibt Maraval, einem seiner treuen Untergebenen, den Auftrag, den Trommler zu finden und seinen Kopf zu bringen. Zusammen mit einer bunt zusammengewürfelten Elitetruppe, die keinerlei Skrupel beim Einsatz von Gewalt haben, macht er sich auf, um den Trommler zu finden. Durch Gewaltandrohung in der Zivilbevölkerung erhält er auch schon sehr bald einen Tipp, wo er BRUC finden kann, doch der junge Köhler kann entkommen und flieht in die Berge, das Territorium, in dem er sich auskennt und wohlfühlt.

Der Hauptteil des Films erinnert vage an eine 1808-Variante des ersten Rambo-Teils. Ein Kerl, der nur in Ruhe gelassen werden möchte, wird von unbarmherzigen Söldnern gejagt und schaltet einen nach dem anderen aus, um dann am Schluss gegen den Oberjäger an sich anzutreten.

Regisseur Daniel Benmayor schafft es, eine spannende Geschichte aufzubauen, deren heimlicher Hauptdarsteller die schöne Landschaft Kataloniens ist. Die Schauspieler Juan José Ballesta und Vincent Perez bieten sich einen herrlichen Zweikampf, der über die Länge des Films wirklich unterhält, Astrid Berges-Frisbey spielt die hübsche Freundin von Bruc, die zwar nur eine Nebenrolle darstellt, in dieser aber gaubwürdig ist.

Irgendwo zwischen „Der Patriot“ und „Braveheart“ angesiedelt, dürfte BRUC auch Fans genau dieser beiden Filme Spaß bereiten. Man sollte allerdings nicht allzu zart besaitet sein, denn in BRUC geht es teilweise schon recht heftig einher. Wie erwähnt: hier geht es nun einmal um einen Kampf auf Leben und Tod, da spielt keiner unbedingt fair.

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