The Copyrights – North Sentinel Island

Meine erste Begegnung mit THE COPYRIGHT hatte ich vor gut zwei Jahren dank der Split-7inch mit THE BROKEDOWNS, die auf NO Idea veröffentlicht wurde. Allerdings hielt mich damals irgendetwas davon ab, mich mit der ausgiebigen Diskographie der Band aus Carbondale in Illinois zu beschäftigen, die aus vielen kleineren Releases sowie vier weiteren LPs besteht. Das war auf jeden Fall sträflich und dürfte mich in naher Zukunft etwas Geld kosten, denn während draußen die Tage immer kürzer und kälter werden, sehnt man sich doch nach dem Sommer zurück…und hierfür ist eine lupenreine Pop-Punk-Platte immer gut.

Auf ihrem fünften Langspieler zeigen Brett Hunter, Jeff Funburg, Adam Fletcher und Luke McNeill, dass sie in ihrer Jugend wohl alles aus dem Hause Fat Wreck rauf- und runtergehört haben dürften – denn so ergeben sich heutzutage 14 hochmelodische und unkomplizierte Punkrocknummern, die sich in der stilistischen Schnittmenge von TEENAGE BOTTLEROCKET, SCREECHING WEASEL und alten BLINK-182 bewegen. Dass man damit nicht in die Analen der Musikgeschichte eingeht, dürfte allen Beteiligten klar sein, doch für den Moment verbreitet das Quartett Sonnenschein, den man unbedingt mit ein paar Freunden und einer Kiste Bier genießen sollte. Zwar gehen einige Songs aus dem Ohr so schnell wieder hinaus, wie sie hineingelangt sind, doch bleiben auch andere hartnäckig hängen – so etwa die Vorab-7inch „Crutches“, das doch stark an ALKALINE TRIO erinnernde „Worn out Passport“ oder das ruhig beginnende und sich intensivierende „Scars“.

An der Produktion aus dem in Punkkreisen bekannten Atlas-Studio in Chicago, wo schon LAWRENCE ARMS, AK3 oder THE MENZINGERS aufgenommen haben, gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Und auch Vinyl-Freunde kommen auf ihre Kosten: It´s Alive Records fertigen in Lizenz die große farbige Scheibe.

THE COPYRIGHTS legen mit ihrem neuen Werk ein grundehrliches und sympathisches Pop-Punk-Album vor, das nicht wehtut…und das ist gut so.

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