Trespass

Vor etwas mehr als einem halben Jahr haben wir hier den brutalen Psycho-Thriller „Kidnapped“ besprochen. Dort wurde eine Familie in ihren neuen vier Wänden überfallen, als Geiseln genommen und nicht nur um ihr Vermögen gebracht, sondern auch physisch und psychisch gefoltert und missbraucht. Der Film erhielt lediglich die SPIO/JK-Freigabe. TRESPASS verfolgt einen ähnlichen Plot, ist mit seiner FSK 16 allerdings deutlich handzahmer, massenkompatibler und wartet selbstverständlich auch mit einem Happy End auf.

Kyle Miller (Nicolas Cage) ist von Beruf Diamantenhändler. Der Familienvater opfert nahezu sein komplettes Privatleben für den Job, um seiner Familie ein Leben in Luxus zu bieten. Darunter leidet allerdings auch die Ehe mit seiner Frau Sarah (Nicole Kidman).
Das Idyll wird jäh zerrissen, als ein paar maskierte Räuber in ihr Haus eindringen und das Leben von Sarah und Kyle bedrohen. Sie wissen, dass im Safe des Hauses Diamanten mit einem hohen Wert hinterlegt sind. Doch Kyle weigert sich, den Safe zu öffnen. Sicher, dass das Geheimnis der Sicherheitsvorkehrungen die einzige Lebensversicherung für ihn und seine Familie ist, weigert er sich beharrlich, den Safe zu öffnen…
Mit der Zeit, die Sarah und Kyle im eigenen Haus tyrannisiert werden, bekommt Sarah mehr und mehr das Gefühl, dass ihr einer der Einbrecher bekannt ist. Sie versucht, unauffällig Kontakt mit dem Mann aufzunehmen, mit dem sie unlängst erst einen kleinen Flirt hatte…

Regisseur Joel Schumacher schickt mit Nicolas Cage und Nicole Kidman gleich zwei Superstars ins Rennen. Schauspielerisch ist bei TRESPASS auch wirklich alles in Ordnung. Das eigentliche Problem liegt eher darin, dass die Geschichte relativ früh an einem Punkt angelangt, an dem zwar ein gewisses Grundmaß an Spannung gehalten wird, allerdings kaum Dynamik vorliegt. Wie das ganze Spektakel dann irgendwann ausgeht, kann man schon relativ früh erahnen, und danach hat man irgendwie das Gefühl, gut unterhalten worden zu sein, muss sich aber arg konzentrieren, um zu sagen, was eigentlich genau passiert ist. TRESPASS ist geeignetes Kino für einen ruhigen Abend, bleibt allerdings nicht sehr lange im Kopf und weckt so gut wie keine Ambitionen, noch einmal geschaut zu werden. Für den einmaligen Genuss allerdings recht gefällig!

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