Blades Of Time (Xbox 360)

Eine gute Story wird oftmals völlig überbewertet. In Actionspielen ist sie eigentlich das A und O, aber das scheint an den Machern von BLADES OF TIME vorbeigegangen zu sein. Mit einer insgesamt eher durchschnittlichen bis nahezu überflüssigen Hintergrundgeschichte macht sich die Heldin Ayumi (Moment mal, bei dem Namen klingelt doch was?!?) auf den Weg, um in einer fantastischen Welt Reichtum und Schätze zu sammeln. Doch schon kurz nach ihrer durch einen Kampf erzwungenen Ankunft in Dragonland merkt sie, dass an dem Mythos, hier sei unendlich viel Kohle zu holen, irgendetwas faul sein muss…
Ayumi, so hieß auch die Hauptfigur aus dem Spiel „X-Blades“, das im Endeffekt noch viel weniger Story zu bieten hatte, aber eine spärlich bekleidete Heldin, die kräftig mit den Klingen schwingt, scheint auszureichen, um ein Videospiel zu fertigen. Im direkten Vergleich muss man ganz klar sagen, dass BLADES OF TIME definitiv einige Klassen höher spielt, allerdings ebenfalls nicht zum Besten zählt, was dieses Genre derzeit zu bieten hat.
Kern des Spiels ist jedenfalls die Dynamik, die bei den Kämpfen aufkommt, denn Ayumi kann einiges. Abgesehen von der Tatsache, dass sie mit zwei Schwertern kämpft, hat sie auch noch eine Flinte, mit der sie recht gut umzugehen weiß. Im Verlauf des Spiels erlernt sie ein paar zusätzliche Fähigkeiten, wie etwa Feuerbälle, Eisangriffe, besonders harte Treffer, sich an Gegner heranzuziehen und sie in der Luft zu bekämpfen, etc.
Außerdem, und das ist das eigentliche Highlight des Spiels, kann Ayumi die Zeit bedingt zurückdrehen und mit ihrem virtuellen Double Gemeinschaftsangriffe starten. Und wenn man dann noch einmal die Zeit zurückdreht, gibt es sogar drei Ayumis, die angreifen, noch mal vier, noch mal fünf, etc. So lasst ihr den besonders harten Brocken kaum eine Chance, wenn ihr mittels diverser „Kopien“ eine gebündelte Attacke ausführt.
Die Zwischenbosse sind es im Übrigen auch, die euch das Leben schwer machen. Abgesehen vom normalen Kanonenfutter, das euch zuhauf begegnet, habt ihr es dann auch noch mit Endbossen zu tun, die zwar auch jeweils eine harte Nuss darstellen, allerdings immer nach einer bestimmten Taktik bezwungen werden können.
Die Rätselpassagen, so man sie denn so nennen will, sind in sich selbsterklärend und bedürfen keiner großen Überlegungen.
Die Synchronisation ist eher durchschnittlich, aber alles in allem ist BLADES OF TIME ein kurzweiliges Vergnügen, das vor allem dadurch noch freundlicher wirkt, da es von vornherein zum Nice Price erhältlich ist.
BLADES OF TIME ist kein zweites Gods Of War, soviel steht fest. Nichtsdestotrotz macht das Spiel Spaß und bietet genug Abwechslung, um ab und an eine Runde zu spielen und so nach und nach dem Ende entgegenzukämpfen.

Schreibe einen Kommentar