Resistance: Retribution (Playstation Portable)

Einen vernünftigen Shooter für die Hosentasche? Was bislang eher schlecht als recht gelungen ist und als Quasi-Utopie galt, wird nun Wirklichkeit. Mit RESISTANCE – RETRIBUTION gelangt die Action jetzt direkt dahin, wo ihr euch gerade befindet. Obendrein zeigt der Titel auch eindeutig, was auf dem Handheld aus dem Hause Sony technisch noch alles möglich und machbar ist.

Vor gar nicht allzu langer Zeit haben wir hier über Resistance 2 geschwärmt, haben die Grafik gelobt, die spannende Inszenierung, einfach alles. Nur wenige Wochen später erscheint nun ein Ableger für die Resistance-Reihe auf PSP, um uns die Handlung zwischen Teil 1 und Teil 2 näher zu bringen. Ihr übernehmt die Rolle des Fahnenflüchtigen James Grayson, der nach dem Tod seines Bruders den Kampf gegen die Mutanten alleine in Angriff genommen hat und ein Umwandlungszentrum nach dem anderen vernichten konnte. All seine Verdienste tragen zwar dazu bei, dass er nun wieder requiriert wird, konnten ihn aber vorher nicht vor dem Kriegsgericht schützen. Nun ist er zurück, um es den mutierten Ungeheuern richtig heimzuzahlen, denn die Menschheit steht kurz vor ihrer Niederlage. Europa ist fest in Feindeshand.

Ein wenig eingewöhnungsbedürftig ist die Steuerung schon. Mit dem linken Analogknopf bewegt ihr eure Spielfigur, mit den Buttons wird gezielt, die Schultertasten sind für das Abfeuern der Waffen zuständig, und alles, was besondere Aktionen betrifft (Nachladen, Waffe wechseln, Wechsel zwischen automatischem und manuellem Zielmodus, etc.) läuft über das Steuerkreuz. Nach einer Weile hat man sich hieran gewöhnt und kommt relativ gut damit klar, lediglich die Entscheidung, wann man besser manuell zielt und wann man sich auf die Automatik verlässt, ist nicht immer klar ersichtlich.

Optisch ist das Spiel einfach grandios. Detaillierte Charaktermodelle, eine realistische Umgebung, tolle Spiegeleffekte und ebenfalls eindrucksvolle Waffen lassen es lebendig wirken. Gleiches gilt für den Sound, der über Kopfhörer einfach überzeugt, aus den Bordlautsprechern allein klingt das ganze aber gewohnt dünn und höhenlastig. Wer also hier genießen will, muss sich etwas in die Ohren stecken oder die PSP mit der Stereoanlage verbinden.

Apropos verbinden: RESISTANCE – RETRIBUTION ist sehr konnektivitätsfreudig, wenn man im Besitz einer PS3 und Resistance 2 ist. Hier locken dann Zusatzinhalte sowie ein besonders interessantes Feature: habt ihr Resistance 2 und RESISTANCE – RETRIBUTION erst einmal gekoppelt, könnt ihr eure Taschenkonsole auch auf den Tisch legen und mit Dualshock 3-Controller spielen. Dadurch wird das manuelle Zielen deutlich einfacher, allerdings hat die Sache natürlich auch einen Haken: das automatische Zielsystem wird abgeschaltet. Dafür fällt aber auch die oben genannte Entscheidung weg. Womit man besser zurecht kommt, ist wohl Geschmackssache.

Für Online-Spieler gibt es die Möglichkeit, mit bis zu acht Spielern gleichzeitig in den gängigen Spielmodi gegeneinander anzutreten, dazu kommt noch ein Clan Ranking-System, das natürlich weitere Anreize gibt, sich hier hervorzutun.

Für unterwegs ist RESISTANCE – RETRIBUTION derzeit die oberste Messlatte für Shooter-Spiele. Wer zu Hause allerdings noch auf einen großen Monitor und eine große Konsole ausweichen kann, wird damit mehr Spaß haben. Oftmals macht sich dann doch leider der kleine Monitor störend bemerkbar. Allerdings soll man ja auch keine Äpfel mit Birnen vergleichen.

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