The return of Captain Future: 03: Die Harfner des Titan

Bevor wir uns der eigentlichen Rezension von THE RETURN OF CAPTAIN FUTURE ‘Die Harfner des Titan’ widmen können, müssen wir eine Lanze brechen. Wie wir von Regisseur Sebastian Pobot erfahren haben, war die von uns stark kritisierte Erzählweise als „Hörbuchfassung“ eine Grundvoraussetzung, um überhaupt eine Hörspielserie zu produzieren. Die Alternative wäre lediglich gewesen, komplett zu verzichten oder die Ausführung einem anderen Team zu überlassen. Unter diesen Voraussetzungen müssen wir natürlich zugestehen, dass die Wahl, dann lieber eine Hörbuchfassung zu machen, die definitiv bessere war! Nun aber zu den Harfnern…
Die dritte Folge der Hörspielserie THE RETURN OF CAPTAIN FUTURE verrät sehr viel über die Geschichte um Professor Simon Wright. Das in einem Metallkasten schwebende Gehirn spielt hier eine zentrale Rolle und ist auch maßgeblich am positiven Ausgang dieses Abenteuers der Future-Crew beteiligt.
Auf dem Titan ist eine Revolte im Gang. Die Die Ureinwohner von Moneb wollen die menschlichen Siedler vom Planeten vertreiben, notfalls mit Gewalt. Dazu haben sie sich sogar so weit herabgelassen, im schlimmsten Fall die Harfner, kleine friedliebende Wesen des Planeten, als Waffen zu missbrauchen. Ein absolutes Tabu auf Titan.
Der Sprecher der menschlichen Siedler hat die Future-Crew in seiner Verzweiflung um Hilfe gebeten, all dies muss aber heimlich geschehen. Doch kurz, nachdem sie sich treffen, wird er getötet. Professor Simon Wright, davon überzeugt, dass ohne das Auftauchen von Keogh keine Hoffnung besteht, hat einen gewagten Plan: wenn es Captain Future gelingt, sein Gehirn in den hirntoten Körper zu implantieren, kann er sich als Keogh ausgeben. Doch der Eingriff ist unter den gegebenen Umständen nicht gänzlich ohne Gefahren, er selbst würde sich bei Gelingen direkt in die Höhle des Löwen begeben, und außerdem ist nicht zweifelsfrei klar, wie Wright plötzlich wieder mit einem Körper zurechtkommen wird…
Genau diese Art Erzählkunst habe ich bei den ersten beiden Folgen ein wenig vermisst: hier fiebert man mit den Figuren mit, kann ihre Gefühle und Ängste förmlich greifen und sich gut in ihre Lage versetzen, ganz egal, wie futuristisch das Setting auch sein mag. Mir scheint zudem, dass auch die Sprecher sich inzwischen besser mit ihren Rollen identifizieren können und ihnen entsprechend mehr Leben einhauchen. THE RETURN OF CAPTAIN FUTURE hat mit ‚Die Harfner des Titan‘ geschafft, auch inhaltlich das Niveau der technisch sehr guten Produktion zu erreichen. Weiter so!

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