Pawn (Universum Film)

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Eher durchwachsen wirkt der Streifen PAWN. Die Geschichte an sich ist gut verstrickt und verworren, sodass man daraus wirklich was hätte machen können, und die Besetzung mit „Zweite-Reihe-Schauspielern“ und solchen, die man zwar immer mal wieder sieht, die aber nie eine große Hauptrolle in einem Blockbuster besetzt hätten, bringt dem ganzen einen frischen Anstrich. Leider bleibt die Handlung aber eher plakativ und flach. Nichtsdestotrotz gibt es auch hier spannende Augenblicke.

Der Überfall auf ein Diner läuft ganz anders, als geplant. Dabei hätte alles so gut laufen können, denn nicht nur ist die Uhrzeit spät nachts optimal für einen Überfall, viel entscheidender ist, dass korrupte Polizisten darin verwickelt sind und entsprechend lange die Füße still halten, bis alles vorbei ist.

Warum das so ist? Zunächst einmal hockt in dem Diner ein gerade frisch entlassener Häftling, der auf keinen Fall in die Sache rein gezogen werden will, um nicht gegen seine Bewährungsauflagen zu verstoßen, der aber auch nicht tatenlos zusehen will und daraufhin unbeobachtet die Polizei informiert, die kurz darauf das Gebäude umstellt. Einer der Insider-Polizisten (Forest Whitaker) wird im Diner erschossen, da den Gangstern nicht bekannt war, dass sich einer darin aufhalten würde. Schon bald ist das Diner also entsprechend von Polizisten umstellt, der Vermittler wird von den anderen Polizisten regelmäßig unterminiert, da diese ja keine friedliche Lösung erstreben wollen, und zu allem Überfluss stellt sich dann auch noch heraus, dass das Diner ein geheimer Treffpunkt der Mafia ist und die Angestellten allesamt bereit sind, ihr Leben für ihren Don zu geben, der ebenfalls vor Ort ist.

PAWN ist teilweise recht spannend, teilweise brutal, kann aber den Spannungsbogen nicht über die gesamte Laufzeit halten. Zu früh werden eigentlich sämtliche Zusammenhänge aufgeklärt, und es ist dann irgendwann nur noch eine Frage der Zeit, wie die Geschichte aufgelöst wird und wie die Täter letztendlich geschnappt werden. Ein längeres Rätselraten für den Zuschauer wäre sicherlich förderlich gewesen. Der Untertitel des Films „Wem kannst du vertrauen?“ ist zudem sehr ungeschickt gewählt, denn es erweist sich ja bereits in den ersten Minuten, dass hier mit Vertrauen kein Blumentopf zu gewinnen ist. Es gibt nicht einmal einen Moment, wo es auf Vertrauen im engeren Sinne ankommen würde. Nichtsdestotrotz, Max Beesley, Michael Chiklis, Sean Faris, Stephen Lang, Ray Liotta, Nikki Reed und Forest Whitaker machen hier einen ordentlichen Job. Jeder spielt seine Rolle in dem jeweils recht eng gesteckten Rahmen ordentlich, sodass man durchaus weiß, woran man jeweils ist. Es gibt definitiv spannendere Filme, die einen mehr fesseln, wirklich schlecht ist der Streifen aber auch nicht.

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