Carry The Dead – War (Swell Creek Records)

Carry_the_dead - WarIch werde das Gefühl nicht los, dass eine Mischung aus NY-Style, 90er-Jahre-Hardcore und Thrashmetal so DAS DING derzeit ist. CARRY THE DEAD hauen mit ihrem Album „War“ in dieselbe Kerbe. Beheimatet in Frankfurt am Main, wissen die Herren (und Dame) genau, wie man diesbezüglich eine Vollbedienung liefert und sie verschwenden keine Zeit mit irgendwelchen Melodien oder zweistimmigen Riffings: hier gibt es einfach knüppeldicke auf die Zwölf! Dass das Album ein Debüt ist, mag man bei der Abgeklärtheit gar nicht glauben.
Effektive 7 Songs, ein ca. 2-minütiges Intro sowie einen kurzen Sample-Beitrag gibt es hier auf die Ohren, aber diese 7 Songs sind zum einen unglaublich tight, zum anderen aber auf eine eigentlich widersprüchliche Art simpel und variabel zugleich. Das, was CARRY THE DEAD da abfackeln, ist sicherlich keine große kompositorische Kunst, diese Riffings waren schon zu Zeiten von „White Devil“, „Merauder“ und „Madball“s Debüt Set It Off eher antiquarisch. Aber CARRY THE DEAD schaffen es, dies so frisch und unverbraucht klingen zu lassen, dass man sich dem Album gar nicht entziehen kann.

Zumindest über die überschaubare Laufzeit der Scheibe klappt das unglaublich gut. Lässt man das Album in Endlosschleife durchrauschen, wird es Mitte der zweiten Runde zäh, da man zu diesem Zeitpunkt dann doch etwas mehr Abwechslung benötigt. Das ist etwas, woran die Band ansonsten noch arbeiten kann. Den ganzen Rest haben sie bestens verstanden und liefern mit „War“ hier aussagekräftig und alles in allem sehr ordentlich ab! Klanglich gibt es im Übrigen auch nichts zu meckern, also gerne mehr davon, aber mit noch mehr eigenen Ideen!

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