Shear – Katharsis (Lifeforce Records)

shear_katharsisDie Neue Veröffentlichung der finnischen Sechs, trägt den Namen „Katharsis“. Unter dem Albumtitel konnte ich mir anfangs gar nichts vorstellen…Katharsis? Was ist das überhaupt..? So machte ich mich auf, in das WWW und fand schnell heraus, dass Katharsis ein Begriff aus der Psychologie ist, der das Ausleben innerer Konflikte und deren Folgen beschreibt. Inwiefern diese Albumbetitelung passt, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

SHEAR präsentieren uns auf ihrem neuen Long-Player eine breit gefächerte Mischung, aus Symphonic bzw. Power Metal und stark Progressiven Song Strukturen. Hinzu kommen eine Stimmlich sehr starke Frontfrau, Musiker die wissen mit ihren Instrumenten umzugehen und Technisch einwandfreies Songwriting. Alle Songs sind ordentlich und Professionell produziert, klingen einfach fett und für Fans der Genre-Mixtur, dürfte Katharsis ein großartiges Werk.
Ich für meinen Teil, bin bis zuletzt nicht mit der Scheibe warm geworden. Keine Songs die im Ohr bleiben und nichts was mich so beeindruckt hat, dass ich es mir Privat auf meinem iPod or whatever weiterhin anhören würde. Mir fehlt bei SHEAR ein gewisses Maß an Individualität, oder anders gesagt: Sie klingen für mich wie irgendeine 0815-Anime Band. Ich wäre nämlich selbst nur mit hängen und würgen drauf gekommen, dass es sich bei „Katharsis“ um Symphonic Meal handeln soll. Für mich taugen die meistens Songs auf der Platte am ehesten als Titelmelodie für Anime-Serien und sonstige Serien.

Für meinen Geschmack einfach von allem zu viel und keine Festlegung eines Stils, der in meine Ohren steigt und sich dort manifestiert. Entscheidend ist aber, was die Band für Fans und solche die es werden wollen zu bieten hat. Anhänger des Genres halten mit „Katharsis“ sicherlich ein Prachtexemplar der Symphonic-Metal-Kunst in der Hand und können sich an
Technisch einwandfreier und auf hohem Niveau produzierter Gitarrenmusik erfreuen.

Zum Schluss, gibt es noch einen Anspieltipp von mir, der mich dann, nach mehrfachem hören und aufgrund des Hymnen-Charakters, doch irgendwie fesselte und mir Stunden nach dem letzten hören, noch immer durch den Kopf schwebte: „Not Myself“.

Schreibe einen Kommentar