Architects – Lost Forever // Lost Together (Epitaph Europe)

 

Architects - Lost Forever, Lost Together - ArtworkLange haben wir auf das neue ARCHITECTS Album gewartet. Gerade weil sie die letzten Jahre eine der am größten aufsteigenden Metalcore- Experimental – Bands überhaupt sind, war die Vorfreude auf dieses Album sehr groß. Dem entsprechend groß sind natürlich auch die Erwartungen an die LP mit dem Titel „Lost Forever // Lost Together“.
Ob meine/eure Erwartungen erfüllt werden, lest ihr im nachstehenden Artikel.

Über die letzten Jahre hinweg, ist aus den Briten eine wirklich Bemerkenswerte Truppe geworden. Irgendwie schon immer ein wenig anders und besonders, waren auch ihre bisherigen Alben wahre Meisterwerke der härteren Gangart. Nicht nur ihre Alben werden geschätzt, nein, auch wahre Live-Qualitäten brachten sie schon als Support zu einigen der ganz Großen der Szene.

„Lost Forever // Lost Together“ schreitet weiter auf dem bisherigen Erfolgspfad der Band voran und beweist, dass es nicht unbedingt langweilig werden muss, wenn man sich selbst treu bleibt.
Eine der wenigen aber großen Neuerungen zu den Vorgängeralben ist der starke Anteil an Clean-Vocals, die nun in so gut wie jedem Song irgendwo zu finden sind und die ohnehin schon genialen Songstrukturen und Songwriting-Künste der Truppe verfeinern und weiter und weiter perfektionieren.
Wie auch die Vorgänger hat diese Scheibe ebenfalls Inhaltlich einiges zu bieten. Wer gerne zwischen den Zeilen liest und Wert auf eine echte Message legt und ARCHITECTS bisher nicht kannte, dem sei gesagt: „Schande über dein Haupt“! Und gib dir verdammt nochmal jedes einzelne der bisherigen Alben.

Unglaublich ist ebenfalls die Präzision und die einzigartigen prägnanten Grooves die ARCHITECTS zu bieten haben. Es wiederholt sich auf den ersten Blick wirklich gar nichts. Warum einfach, wenn es doch progressiv und schwerer gleich viel mehr Spaß macht. Solch ausgefeilte Ideen sind wirklich Balsam für meine Ohren und die größte Stärke des Albums.
Ohnehin zählt für mich Dan Searle, seines Zeichens Drummer der Band, zu den besten und kreativsten Schlagzeugern im Experimental-Modern-Metal-Genre. Begeistert durch fast jeden einzelnen Song, ist es schwer überhaupt noch klare Worte zu fassen. Man fühlt mit jedem Wort mit, was Frontmann Sam Carter seinen Stimmbändern entlockt und ist wie an seine Worte gefesselt. Das Einzige, was einem aus dieser Faszination reißt, sind brachiale Breakdowns, die der Intensität eines jeden Songs den letzten Schliff verleihen.

Von der produktionstechnischen Seite betrachtet lässt das Album ebenfalls keine Wünsche offen. Super klare Produktion und ordentlich Druck für das Genre, was mehr als passend ist. Keine künstliche Scheiße und alles echt, was ich auch gar nicht anders erwartet hatte.

Fazit dieses Albums für mich ist, das ARCHITECTS das wohl beste Album ihrer bisherigen Karriere abgelegt haben und mir schon viele schöne Stunden beschert haben. Ganz nebenbei  haben sie mir gleich auch noch den Song des Jahres 2014 beschert. „Youth Is Wasted On The Young“, wenn das mal nicht viel Lob auf einmal ist.

 

 

 

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