Resurrection – Soul descent – March of death (OSM/H´art)

Resurrection - Soul Descent-CoverDas vor etwas mehr als zwanzig Jahren erschienene Album “Embalmed Existence” von RESURRECTION ist ein absoluter Klassiker in DeathMetal-Kreisen. Diese Band hatte genau raus, was man von einem Florida-Death-Album erwartet. Das Nachfolgewerk ist zugegeben komplett an mir vorbeigerauscht, aber nun erscheint mit „Soul descent – March of death“ eine Reunion-EP. Gedanklich schon das Podest für die (emotionale) Scheibe des Jahres entstaubend, um für RESURRECTION Platz zu machen, erklingen die ersten Töne aus dem Lautsprecher..

WTF?!? RESURRECTION Anno 2014 haben nichts, aber auch gar nichts mit der alten Legende zu tun. Einzig ein Gitarrist ist von der Originalbesetzung übrig geblieben, der neue Sänger klingt weniger nach Deathmetal-Shouter als vielmehr nach Asthma-Patient, das Songwriting könnte von einer völlig anderen Band sein und kann nur ganz selten mal durchschimmern lassen, was für geile Songs diese Band mal geschrieben hat, und die Produktion klingt so, als wäre sie nicht zwanzig Jahre nach „Embalmed Existence“ erschienen, sondern eher zwanzig Jahre davor. Nur mäßig druckvoll, mit einem ganz schrecklich laut abgemischten China-Becken, das im Vergleich zum restlichen Schlagzeug absolute Dominanz bekommt.

Von den sechs enthaltenen Songs müssen wir gedanklich zwei abziehen: der „Titeltrack“ „March of death“ ist tatsächlich nur ein Snare-Wirbel-Marsch von etwas über dreißig Sekunden Länge, und die Coverversion von Iron Maiden´s „The Trooper“ ist so unterirdisch mies, dass man sie schlicht und ergreifend nicht anhören kann, ohne Gesichtsentgleisungen zu riskieren.

Ich hatte mich wirklich auf diese Scheibe gefreut. Ich hatte große Erwartungen, das gebe ich zu. Aber selbst mit geringen Erwartungen hätte mich die EP von RESURRECTION enttäuscht. In diesem Fall also keine Wiederauferstehung, sondern vielmehr wäre ein ordentliches Begräbnis wünschenswert gewesen… Hört euch lieber das Debüt mal wieder an!

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