Annisokay – The Lucid Dreamer (Steamhammer)

226098_429285170440138_56654029_nFür mich und viele andere zählen ANNISOKAY wohl zu einer der aufstrebendsten und fleißigsten Bands des Post Hardcore / Metalcore Genres. Das Album „The Lucid Dreamer“ entstand unter Leitung von Gitarrist, Sänger und Produzent Christoph Wieczorek bis aufs Mastering komplett in der bandeigenen Schmiede und feiert nun mit starkem Label im Rücken sein Re-Release und eigentlich auch schon sein 7-monatiges Bestehen. „The Lucid Dreamer“ bietet 13 äußerst abwechslungsreiche Tracks, mal poppig und mal theatralisch angehaucht, mal im Sprint nach vorne und mal im Downtempo nach unten. 
Denkt man an deutschen „Post Hardcore“, fällt es einem mittlerweile leider nicht mehr all zu leicht, die schwerwiegenden Vorurteile von sich zu schütteln. Zu oft haben Bands wie Memphis May Fire, Issues oder We Came As Romans in den letzten Jahren als statische Vorbilder für Songwriting, Sound und Darstellung gedient und im Ergebnis viel zu viele Trittbrettfahrerbands hervorgebracht. Und das ist nicht böse gemeint. Nur stellt sich die Frage, ob Bands aus Übersee auch noch das europäische Genre definieren sollten und ob ein überproduzierter Computersound neben dem vergötterten DIY-Geschrammel unserer ach-so-angesagten Hardcore-Topacts überhaupt einen dauerhaften Bestand haben kann?
ANNISOKAY zumindest lassen sich in dieser Hinsicht nichts sagen und fallen zum Leid aller Stereotypenfans komplett aus dem besagten Muster. Wenn es endlich mal eine europäische Band schaffen sollte, den frischen Wind bis nach Amerika zu verwehen, dann ist das diese. Deutschland kann auch anders!
Vor ein paar Tagen haben ANNISOKAY übrigens ihre erste Headliner Tour durch Deutschland und Österreich bekanntgegeben. Tickets gibt es u.a. hier: http://goo.gl/dT5vdg

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