MindNapping 16 – Vier Köpfe (Audionarchie)

Mindnapping 16Eine neue Folge MINDNAPPING wartet auf uns. Die bereits sechzehnte Folge mit dem Titel „Vier Köpfe“ spielt, wie das Covermotiv schon vermuten lässt, am Mount Rushmore. Hier zieht ein Teenager mit seiner Mutter zusammen hin, da sie sich beruflich umorientieren muss. Doch das neue Zuhause gefällt nicht so direkt, und als dann auch noch seltsame Geräusche im Hause zu hören sind, bekommt es der Junge mit der Angst zu tun.

Timothy (Philipp Draeger) ist zwölf Jahre alt, seine Mutter Alice (Kerstin Draeger) arbeitet als Pflegekraft in der häuslichen Pflege, sein Vater ist bei der Army und derzeit in Afghanistan stationiert. Durch ihren Beruf ist Alice gezwungen, regelmäßig mit ihrem Sohn umzuziehen, und so verschlägt es sie in das alte Herrenhaus von Miss Clawfield (Luise Lunow), die durch ihre multiple Sklerose ans Bett gefesselt ist und bislang von ihrem Neffen Steve (Uve Teschner) gepflegt, der es nun aber nicht mehr alleine schafft. Zudem lebt in dem Haus noch der alte Indianer John (Holger Löwenberg), der sich um den Garten und das Haus an sich kümmert…
Die Abgeschiedenheit des Hauses ist eine Sache, aber als dann nachts merkwürdige Geräusche im Haus zu hören sind, bekommt es Timothy mit der Angst zu tun. Kann es sein, dass Miss Clawfield gar nicht so unbeweglich ist, wie es tagsüber den Anschein macht? Und wie kann seine Mutter nur mit dem Gedanken spielen, mit Steve zu flirten, schließlich ist sie verheiratet… Als dann auch noch Gegenstände spurlos verschwinden, spitzt sich die Situation in dem Haus nach und nach immer weiter zu.

Die Geschichte wird in Rückblenden von Timothy erzählt. Der sitzt, wie wir schon bald erfahren, bei der Polizei im Büro von Officer Decker (Gordon Piedesack) und gibt seine Aussage zu Protokoll. Offenkundig ist etwas Schreckliches geschehen, das den Jungen schlimmstenfalls traumatisiert hat, und wir wissen zunächst weder, was genau passiert ist, noch, wer alles beteiligt ist. Auf diese Erzählweise gelingt es Autor Simon X. Rost, eine fesselnde Spannung zu erzeugen. Wir wollen wissen, was denn nun passiert ist, und wie es passiert ist. Wie für die Serie schon typisch, ist letztendlich aber alles ganz anders, als wir uns das vielleicht im Vorfeld schon zusammengereimt haben.

„Vier Köpfe“ ist die zweite Arbeit von Rost für die Serie MINDNAPPING, und erneut ist es ein Volltreffer. Die Umsetzung der Geschichte ist nahezu perfekt, lediglich Philipp Draeger ist als Sprecher in der einen oder anderen Szene ein wenig hölzern, aber wir können uns dies auch als Verängstigung von Timothy erklären, schließlich hat der etwas Schreckliches miterlebt. Dem Hörspielgenuss schadet dieser Umstand jedenfalls insgesamt nicht, man benötigt lediglich ein wenig Zeit, um sich auf seine Erzählweise einzulassen.

Fans der Serie bekommen hier wieder genau das, was sie an MINDNAPPING lieben. Die tollen Sprecher und die gute Produktion tun ihr übriges dazu, „Vier Köpfe“ zu einer der besten Folgen der Serie zu machen. Mehr davon!

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