Sylvatica – Evil seeds (Selfrelease)

Sylvatica

Was soll ich sagen, bei Metal aus Dänemark muss ich zwangsläufig immer direkt an ILLDISPOSED denken. Dann ist eigentlich auch schon Schluss. Da kam mir SYLVATICA gerade recht, um mal über den dänischen Tellerrand zu gucken, und es hat sich gelohnt. Was es sonst noch über SYLVATICA zu erfahren gibt, erfahrt ihr in der folgenden Rezension!

SYLVATICA wurden 2009 gegründet mit der Absicht, sich dem Folk-Metal zu verschreiben. Sie veröffentlichten „Sagn og Sagaer” (Legends and Sagas) in 2010 komplett D.I.Y.. Im Jahre 2011 kam die 2. EP “Mosemanden”. Durch einige Wechsel im Line-Up kamen immer mehr Death-Metal-Einflüsse hinzu, die auf dem Debüt Release „Evil Seeds“ auch deutlich zu hören sind. Aufgenommen wurde die Scheibe im JBO Sound zusammen mit dem Produzenten Jacob Olsen (Hatesphere, Corpus Mortale, Ferocity).

Mit dem Intro „Lost“ starten die Dänen mit einem sehr ruhigen und melodischem Piano und Akustik Song, bevor es bei “Pyschopatica” so richtig zur Sache geht. Im Verlauf der CD sind immer wieder ruhige Piano-Zwischenparts eingebaut, die das Tempo raus nehmen. Was durchaus nicht negativ ist, sondern der CD einen ganz eigenen Charme verleiht. Vor allem die schnellen Death-Metal-Parts verändern die Stimmung von „EVIL SEEDS“ immer wieder und überraschen den Hörer an Stellen, wo man nicht mit gerechnet hat. Für mich besonders auffallend, der schöne growlige Gesang, der nicht zu leise oder zu laut, sondern gut in die Songs eingebettet ist.

Das SYLVAGTICA keine Anfänger mehr sind, wird hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Insgesamt macht die Platte einen sehr melodiösen Eindruck und zum Glück wird auf Synthesizer verzichtet, die bei anderen Genre-spezifischen Bands durchaus im Überfluss genutzt werden. Für Leute, die auf Turisas, Finntroll und ähnliches stehen, definitiv ein Pflichtkauf.

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