Opeth – Pale Communion (Roadrunner Records)

Opeth_Pale_Communion_album_artworkOPETH an sich waren ja sowieso schon immer anders und haben, wenn auch dezent, Tunnelblick-Musiker jeher ein wenig mit Füßen getreten. „Pale Communion“ ist das mittlerweile 11. Studioalbum um Frontmann & Gitarrist Mikael Åkerfeldt, welches, soviel sei vor weg genommen, noch einmal alles umkrempelt was man eigentlich sonst schon von OPETH kannte. Was uns die alt eingesessenen Virtuosen diesmal zu bieten haben und ob es uns auch nach mehr als zehn Alben noch mitreißen kann, erfahrt ihr im nachstehenden Artikel.

Eigentlich sollte uns an OPETH rein gar nichts mehr wundern. Viel zu oft haben wir die letzten Jahre die geballte Kreativität pur in die Fresse bekommen! Aber dennoch sehr außergewöhnlich geht es im Opener zu “Pale Communion” vor. Gitarren? Spielen hier stellenweise eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Die Orgel ist angesagt und Wegbereiter für weitere Songs (natürlich fast alle in Überlänge, wie bereits unlängst gewohnt). Um so erschreckender ist es, das es eigentlich so gut wie gar keinen Hauch von gutturalem Gesang in den Songs gibt. Das was vor Jahren als Death-Metal anfing, ist jetzt eigentlich eher stark progressiver ähm…ja was ist es eigentlich. Musik, aber definitiv nicht dass, was man sich bis vor ein paar Jahren noch unter OPETH vorstellte.

Keineswegs negativ wie wir finden, denn OPETH ist eine der Bands, die sich auch nach mittlerweile fast 25 Jahren immer noch weiter entwickeln und einem bis heute kein Gähnen ins Gesicht klatschen. Viel zu dem Album kann man sonst leider auch nicht sagen, es ist wie immer eigentlich fast perfekt und eine Wertung entfällt ohnehin, weil es auch einfach überhaupt keine Vergleichsmöglichkeiten gibt. OPETH sind seit einem Vierteljahrhundert quasi ein Präzedenzfall, OPETH mögen bis heute nicht jedermanns Sache sein, aber OPETH erleichtern mit “Pale Communion” ein wenig den Einstieg in die Fänge ausgefeilter, progressiver Musik.

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