Suffocation im Bei Chez Heinz 28.07.2014

suffocation-19Nachdem der Anfang meines Urlaubs mit dem Konzert von Kataklysm in der Faust begann, endete er nun mit der Performance von den allmighty Suffocation. Im Keller meines Vertrauens, welcher direkt um die Ecke liegt, mit einer Handvoll guter Freunde begannen wir diesen Konzertabend bei schwitzigen Temperaturen im Laden, aber auch außerhalb. Ich war überrascht wie viele Metalheads ihren Weg an einem Montag und  bei diesen Temperaturen ins Bei Chez Heinz gefunden hatten.

Den Anfang machten SEITA aus Brasilien. Die vier Jungs sind erst im Nachhinein ins Line Up gerutscht und machten ihren Opener Job verdammt gut. An der Lead-Gitarre waren deutlich zu viele Saiten, die der Gitarrist aber sauber zu beherrschen wusste. Stilistisch bewegen sich SEITA eindeutig im Death-Metalbereich, so dass auch Fans von schnellen erbarmungslosen Blastbeats nicht zu kurz kamen. Der relativ abwechslungsreiche Gesang rundetet das durchweg positive Bild der Band ab.

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Im Anschluss starteten HAVOK mit ihrem Trash-Metal. Ich bin ja bekanntlich kein großer Fan des Genres, aber die Performance war zu dem Zeitpunkt das Highlight des Abends. Die vier Jungs aus Denver rotzten ein tight gespieltes Riff nach dem anderen in die Menge, angetrieben von einem nicht langsamer werden wollenden Schlagzeug. Alles sah kinderleicht aus bei der Band, als wenn ihnen alles gelingen würde. Nach ca. 30 Minuten war es dann schon vorbei, zum Glück gab es einen gut ausgestatteten Merchtable.

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Semi Headliner an dem Abend waren SKELETON WITCH, die für meinen Geschmack etwas aus der Rolle gefallen sind. Dominierten bis jetzt Trash- und Death-Metal, so spielten SKELETON WITCH ihre ganz eigene Mischung aus gefühlt allem. Einzig neu waren die kurzen  „Humpa Humpa“ Passagen und der sehr hohe, schrille Gesang. Gelegentlich gingen die Vocals in eine Art Gebell über, bevor sie wieder in kurze tiefe Growls übergingen. Man kann also sagen die Gesangsleistung war sehr abwechslungsreich und verlieh ebenso wie die eigene Mischung der Band ihren eigenen Charme an dem Abend. Vom Hocker gehauen haben sie mich aber nicht.

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Bei gefühlten 40 Grad betraten nun endlich SUFFOCATION die Bühne. Mit dabei, Frank Mullen, der eigentlich keine großen Touren mehr spielen wollte. Doch das merkte man ihm nicht an. Ohne große Worte begannen SUFFOCATION ihr Set. Im weiteren Verlauf machten SUFFOCATION genau das, warum wir dort waren. Sie spielten sich quer durch ihre Diskographie und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Frank Mullens Geste mit der rechten Hand die Blasts zu untermalen durfte an diesem Abend selbstverständlich nicht fehlen. Zwischen den Songs wurde für meinen Geschmack immer etwas viel geredet, so dass stetig das Tempo wieder raus genommen wurde. Das tut im Gesamtbild aber nichts zur Sache, denn auch nach den vielen Jahren auf den Bühnen dieser Welt, merkte man der Band die Jahre nicht an. Außerdem sprechen 202 zahlende Gäste in Hannover auf einen Montag ihre ganz eigene Sprache was den Beliebtheits- und Bekanntheitsgrad von SUFFOCATION angeht. So war es zwar wieder mal ein sehr heißer Abend , aber mit bester musikalischer Unterhaltung.

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