The amazing Spider-Man 2 : Rise of Electro (Sony Pictures Home Entertainment)

spiderman2Ich bin schon immer ein großer Marvel-Fan gewesen, eigentlich ziemlich egal, um welchen Superhelden es dabei ging. Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft ist hier zwar nicht unter den Top3, aber trotzdem als Marvel-Figur ziemlich weit vorne. Ich fand die drei Spider-Man-Filme mit Tobey Maguire echt klasse, und auch THE AMAZING SPIDER-MAN, das Reboot mit Andrew Garfield, hat mich voll überzeugt, allerdings eher wegen der Story als wegen Andrew Garfield. Der konnte mich nicht ganz so überzeugen. Trotzdem habe ich mich auf THE AMAZING SPIDER-MAN 2: RISE OF ELECTRO sehr gefreut, nicht zuletzt auch wegen Jamie Foxx). Was der Streifen für einen Eindruck hinterlassen hat, lest ihr hier.


Peter Parker (Andrew Garfield) ist quasi verflucht. So sehr er seine Freundin Gwen (Emma Stone) auch liebt, ihm geht der letzte Wunsch von Gwens Vater nicht aus dem Kopf: halt dich von ihr fern, du bringst nur Kummer und Leid für diejenigen, die du liebst. Aus großer Kraft folgt große Verantwortung, und deswegen legt er (zu Beginn des Films) auch das Kostüm bei Seite. Doch schnell merkt er, dass New York ohne Spider-Man nicht mehr funktioniert, und so kehrt er scheinbar gerade noch rechtzeitig zurück. Seine Beziehung zu Gwen muss er dafür aber beenden…

In RISE OF ELECTRO stehen Spider-Man Electro (Jamie Foxx) und der grüne Kobold, jetzt verkörpert durch seinen alten Freund Harry Osborn (Dane Dehaan) gegenüber. Ersterer ist aber eigentlich gar nicht gegen Spider-Man, sondern fühlt sich lediglich völlig falsch verstanden und unterbewertet, wohingegen Harry einen wirklichen Groll gegen Peter hegt.

Rhino, der grüne Kobold, Electro, dazu dann noch die Beziehungskiste zwischen Peter und Gwen, Peters Nachforschungen nach seinen verschollenen Eltern, seine innere Zerrissenheit, … Der Film ist einfach vollgestopft mit Inhalten und Themen, die allesamt deutlich mehr Luft zum Atmen benötigt hätten, und das trotz der Tatsache, dass der Film mit deutlich über zwei Stunden Laufzeit ganz schön happig ist. Electro, an sich richtig gut durch Jamie Foxx dargestellt, aber in meinen Augen etwas zu „dümmlich“ konzipiert, hat hier bei weitem nicht so viel Anteil am Film, wie es der Titel einen denken lässt, und Rhino taucht lediglich in zwei kurzen Szenen auf. Zu viel gewollt? Möglich. Eine absolut entscheidende Szene, die Peters weiteres Leben nachhaltig beeinflussen wird, gibt es dann ebenfalls noch zu sehen, fast schon als Fußnote im Film. Man wird quasi überrollt in einer Lawine von Bildern, Themen, Inhalten und kurzen Nebensächlichkeiten.

Ich habe THE AMAZING SPIDER-MAN 2 aufgrund seiner Special Effects und seiner Action gemocht, keine Frage, aber inhaltlich ist der Streifen schlicht und ergreifend überfrachtet. Was hier geboten wird, hätte eher für zwei, wenn nicht sogar drei Filme gereicht. Andrew Garfield schafft es immer noch nicht, Tobey Maguire vom Spinnen-Thron zu schubsen, in der Darstellung der Anti-Helden ist man aber weiterhin auf einem sehr guten Weg, und trotz kleinerer Schwächen, die insgesamt THE AMAZING SPIDER-MAN 2 nur auf Platz 5 meiner Top-10-Spinnenmann-Filme klettern lässt, freue ich mich darauf, wenn sich der Vorhang für THE AMAZING SPIDER-MAN 3 lüften sollte.

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