Motionless In White – Reincarnate (Fearless Records)

Motionless-In-White-Reincarnate-coverLange haben wir darauf gewartet, dass sich im Core-Bereich mal wieder eine klare Veränderung des Genres abzeichnet. Fernab meiner Aufmerksamkeit hat sich dort allerdings ordentlich was zusammen getan. MOTIONLESS IN WHITE sind einer der Top-Anwärter diesen Jahres. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, kommen die Schock-Rocker aus Scranton, Pennsylvania mit ihrer neuen Platte „Reincarnate“ einher. Weshalb die Scheibe euch eventuell zusagen könnte und was wir von dem Album halten, lest ihr im nun folgenden Artikel.

 

Irgendwann ist man leider von der Masse an 08/15-Core gelangweilt. Es ist zwar immer noch geil, aber eigentlich quasi immer das Gleiche. Um so erfreuter waren die ersten Stunden, die wir mit MOTIONLESS IN WHITE verbracht haben. Diese Band zu umschreiben ist übrigens leichter gesagt als getan. Grundlegend haben wir es hier mit einer Mischung aus Korn, Jonathan Davis lässt grüßen, Rammstein (jedoch auf Englisch) und ein Stück weit von der Optik her mit Bands wie den Black Veil Brides zu tun. Aber MOTIONLEESS IN WHITE sind keineswegs nur ein billiger Abklatsch solcher Bands, sondern bringen mit ihrer Art, wie sie Ihre Songs schreiben, frischen Wind ins Metalcoreler-Land. Wobei ich der Meinung bin, dass das KEINE Metalcore Scheibe ist, wie es von den meisten umworben wird, es sind einfach zu viele Einflüsse die hier mit reinspielen und vor allem eine Menge sonst eher widersprüchlicher Stil-Elemente sind hier vorhanden.

Ein bisschen erinnert MOTIONLESS IN WHITE ja an Schock-Rocker Marylin Manson, zumindest vom Auftreten her. „“Reincarnate“ hat meiner Meinung nach nur eine kleine Schwachstelle, und sich darüber auszulassen, ist eigentlich schon Meckern auf sehr hohem Niveau. Die Band schreibt durchweg gute Songs, erfinden sich allerdings zu keiner Zeit neu ode rmit anderen Worten, kennste einen Song, kennste fast das komplette Album.

Trotzdem ist „Reincarnate“ eines meiner Top-Alben in diesem Jahr und verdient sich sicherlich einen Ehrenplatz in meinem CD-Regal. Fette Scheibe Jungs.

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