X-Men – Zukunft ist Vergangenheit (Twentieth Century Fox Home Entertainment)

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Die Zukunft sieht alles andere als rosig aus, zumindest für Mutanten, wenn man dem neuesten Streifen von Marvel X-MEN – ZUKUNFT IST  VERGANGENHEIT Glauben schenken mag. Roboter, die darauf programmiert sind, Mutanten aufzuspüren und zu vernichten (ein Schelm, wer jetzt an Terminatoren denkt), die sogenannten Sentinels, haben bereits einen Großteil der Mutanten erledigt und sind nun den letzten verbliebenen auf der Spur. Professor Xavier hat aber eine Idee, die dafür sorgen könnte, dass die Erfindung der Sentinels gar nicht erst zustande kommt. Hierfür muss aber ein Mutant viele Jahre in die Vergangenheit reisen, und schon die Reise um ein paar Stunden ist problematisch. Eigentlich bleibt nur eine Wahl übrig, wer in der Vergangenheit die Dinge richten soll.

Wie habe ich mir als Zuschauer diesen Film vorzustellen? X-MEN – ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT ist nicht nur dazu da, als Bindeglied zwischen der ersten X-Men-Trilogie, den beiden Wolverine-Exkursen und X-Men – First Class zu dienen, sondern eignet sich natürlich auch perfekt dazu, Entscheidungen aus den ersten Filmen zu revidieren, denn wenn jemand in die Vergangenheit reist, um dort die Zukunft zu ändern, warum sollten seine Taten dann nur das gewünschte Ziel verändern? The Butterfly Effect hat es vorgemacht: wenn ich auch nur eine Kleinigkeit verändere, kann das unglaublich heftige Folgen nach sich ziehen. Nun, für X-MEN – ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT gilt dies nicht in dem Sinne, denn hier ist die Ausgangssituation quasi das Schlimmste, was man sich (aus Mutantensicht) vorstellen könnte, egal, ob man nun Professor Xavier folgt, oder sich Magnetos Gefolge angeschlossen hat. Nichtsdestotrotz gibt es die eine oder andere Abänderung / Überraschung, die wir an dieser Stelle aber nicht weiter verraten wollen.

Wie bereits gesagt: sowohl die jungen als auch die alten X-Men sind hier zu sehen, was bedeutet, dass wir als Professor Xavier sowohl James McAvoy als auch Sir Patrick Stewart sehen, Magneto wird folgerichtig von Michael Fassbender und Ian McKellen gespielt. Als Wolverine sehen wir ein weiteres Mal Hugh Jackman in der Rolle seines Lebens.

Bryan Singer setzt den Film nahezu perfekt in Szene. Absolut düster und bedrückend wirken die ersten Szenen, in denen die erbarmungslose Hatz der Sentinels auf ein paar Mutanten gezeigt wird, in denen klar wird, dass die Sentinels den einzelnen Mutanten hoffnungslos überlegen sind. Wie es dazu kam? Das weiß Professor Xavier natürlich, aber wir werden diese Geschichte hier ebenfalls nicht verraten.

Wir sind bekennende Marvel-Fans, fast egal, ob nun The Avengers, Iron Man, X-Men oder was nicht sonst noch alles verfilmt wurde. Natürlich haben auch wir unsere Favoriten bei den bislang gedrehten X-Men-Filmen, aber entgegen vieler anderer Meinungen hatten wir bislang bei keinem Streifen das Gefühl, dass das nichts war. Alle sechs Filme waren für sich betrachtet ein Hammer, und entsprechend haben wir auch nach X-MEN – ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT als einzige Kritik am Schluss zu vermerken, dass es unglaublich schade ist, dass der Film schon vorbei ist und man eine gewisse Zeit ausharren muss, bis die Mutanten wieder auf der großen Leinwand auftreten. Hugh Jackman kann, wenn es nach uns geht, noch viele Jahre ins Wolverine-Kostüm schlüpfen, aber wir sind auch gespannt auf andere Spin-Offs, die uns vielleicht in Zukunft erwarten.

Wer die alten Filme liebte, der wird auch hier eine Vollbedienung bekommen. Für X-Men-Hasser wird hier aber sicherlich keine Offenbarung geboten, die zum Umdenken bewegt. Es ist halt genau das drin, was man sich erhofft: coole Mutanten-Action, insgesamt etwas düsterer angehaucht als die ersten X-Men-Filme, aber das gesamte Setting ist ja auch deutlich verzweifelter. So kann es, wenn es nach uns geht, gerne weiter gehen, ob nun mit jungen Mutanten, alten Mutanten, beiden gleichzeitig, alternativer Zukunft oder aber dem alten Zeitstrahl: uns völlig egal, solange man ansonsten der Linie treu bleibt!

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