Furious Anger – Bloodsword (Selfrelease)

Furious Anger Promo

So. Da ist es also. Das erste Album von Furious Anger. Die Band, die im letzten Jahr den Newcomer-Wettbewerb „Devil´s Wall Trophy“ gewonnen hat und sich damit einen begehrten Slot auf dem Rockharz Open Air sicher konnten. Getauft haben die Kasseler Mannen Ihr erstes Album mit dem Namen „Bloodsword“. Bedeutungsschwanger, wie ich finde und der Albumtitel lässt vermuten, dass wir es hier mit Schwertern, Blut, Met und altnordischen Gottheiten zu tun bekommen.

 

Die Kasseler Truppe bezeichnet sich zwar selbst als Melodic Death Metal Kapelle, für mich ist da ehrlich gesagt aber ein deutlicher Viking Einschlag mit am Werk. Und das nicht etwa nur in einem Song, sondern gleich in allen zwölf Stücken, die es auf die Scheibe geschafft haben. Nehmen wir beispielsweise den Song „Viking´s Revenge“, in dem es um Nordmänner und Rache geht. Einfache und zugleich eingängige Riffs a la Amon Amarth gepaart mit stampfenden Passagen lassen das Gefühl von Wut nachempfinden. Die tiefen und präzisen Growls unterstützen das Wutmotiv zusätzlich. Nicht selten erinnert der Gesang tatsächlich an Johan Hegg. Einerseits genial, weil man sich dadurch als Amon Fan gleich zu Hause fühlt. Andererseits fehlt dem Album dadurch an einigen Stellen eine gewisse Eigenständigkeit. Die geschickt arrangierten undeingängigen Riffs trösten darüber allerdings hinweg. Zudem darf man nicht vergessen, dass es sich bei „Bloodsword“ um das erste Album des Quintetts handelt.
Langsam und emotional können die Jungs übrigens auch. Das wird mit dem Midtempo-Song „Spuren“ nachhaltig unter Beweis gestellt. Eine gefühlvolle Melodie zieht sich mit cleanem Gesang untermalt durch das Stück und vermittelt Weite und Nachdenklichkeit.
Die Scheibe endet übrigens genauso stark wie Sie begonnen hat. Mit dem sauber durcharrangierten „The frozen Storm from North“, einem Zehnminüter, bei dem wegen der hohen Riffqualität und der gekonnten Melodiebögen keine Langeweile aufkommen will.

Am Ende bleibt mir nur zu sagen, dass die Nordhessen von Furious Anger mit „Bloodsword“ eine starke erste Scheibe an den Start gebracht haben. Es mangelt dem jungen Quintett songtechnisch zwar noch an Eigenständigkeit, da die Arrangements an einigen Stellen einfach zu vorhersagbar sind und deswegen wenige Überraschungen bieten. Dennoch ist und bleibt es ein kraftvolles Debüt, welches einen guten Ausgangspunkt für weitere Veröffentlichungen bietet. Ich bin mir nämlich sicher, dass wir von den Jungs auch in Zukunft noch einiges hören werden.

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