Convictors – Envoys Of Extinction (Selfrelease)

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Convictors haben, wie ich finde, eine eher untypische Geschichte. Die Band hat sich bereits 1986 gegründet und sogar ein Demo namens „Last Judgement“ heraus gebacht. Allerdings war 1987 direkt wieder Schluss. Laut Bandangaben musikalische Differenzen. 22 Jahre später, also 2009 fand sich die Band mit neuem Lineup wieder zusammen und brachten im selben Jahr „Abdiction Of Humanity“ raus. Seit dem ist Convictors wieder zurück im Buisness.

Nach erneutem Lineup-Wechsel im Jahre 2011, begann die Band die Arbeiten am ersten Album der Bandgeschichte. Dieses heißt „Envoys Of Extinction“ und hat nun wenn man alles zusammen zählt fast 30 Jahre gedauert. Naja gut Ding will Weile haben. Der lange Prozess hat sich aber bezahlt gemacht. „Envoys Of Extinction“ ist ein Grundsolides Death Metal Album das den Charme der 90er besitzt. Keine überproduzierten Gitarren, keine technischen Hilfsmittel. Lediglich die Vocals sind auch bei diesem Release für meinen Geschmack etwas zu sehr in den Hintergrund gerutscht, denn man muss schon ganz genau hinhören wenn man einzelne Wortfetzen aufschnappen möchte. Der Song „Festering Infestation Strikes“ fällt etwas aus dem Rahmen, denn er hat die verhassten Piggrowls und besteht einzig aus einem Mohspart, den jedes HC Beatdown Kid hart feiern würde. Ansonsten sind die Jungs fix unterwegs und machen richtig Spaß. Das Artwork wirkt nicht wie ein typisches Death Metal Cover sondern orientiert sich eher am mordernen Deathcore. Ist aber nicht weiter schlimm, so spricht man bestimmt auch nicht Metalfans an.

Auf „Envoys Of Extinction“ wird das Rad nicht neu erfunden, aber bis auf den Ausflug zu Stumpf ist Trumpf, kann man sich das gute Stück guten Gewissens mal zu Ohren führen.

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