Real Friends – Maybe this Place Is the Same and We´re just Changing (Fearless Records)

Real Friends Cover

Der Real Friends Sänger Dan Lambton singt zwar ausgiebig darüber, dass Zurückblicken noch niemanden weitergebracht hat, doch trotzdem fühlt sich Maybe this Place Is the Same and We´re just Changing für mich genau so an: wie ein Rückblick. Ein Rückblick in eine Zeit, in der Bands wie die Get Up Kids, Saves the Day, Taking Back Sunday oder American Football den Takt vorgegeben haben. Der Sound hört sich also an wie die frühen 2000er.

 

Jeder der die Platte auflegt wird verstehen, was ich meine.
Real Friends spielen auf Ihrer ersten LP eine konsequente Hommage an den typischen Emo-Pop-Punk der damaligen Zeit. Schnelle Riffs und ein straffes Tempo setzen hierbei immer wieder ruhige Passagen und balladenartige Stücke in Szene. So erinnert mich das Album in den schnelleren Songs stark an den Sound der Get Up Kids pre-Something to Write Home About. Die ruhigeren Parts orientieren sich stark an der Self Titled von American Football. So bleibt die Platte durchgängig abwechslungsreich und schwingt zwischen Pop Punk und Emo Pop hin und her. Der Gesang ist authentisch roh und lädt zum mitsingen ein. Die Texte sind genretypisch introvertiert und beschäftigen sich mit dem Erwachsenwerden, dem Verhältnis zu den eigenen Eltern und dem Verlust der ersten Liebe. Auch daher lädt die CD zum nostalgischen Zurückblicken ein. Die Platte macht mit jedem Hören mehr Spaß und ist definitiv nicht langweilig. Ein Hit jagt den anderen, manche Songs entfalten sich aber erst nach einigen Durchgängen.

Große Empfehlung für alle Freunde des Pop Punk und Leute, die die Uhr mal 10 Jahre zurückdrehen wollen.

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