Hierophant – Peste (Bridge Nine Records)

hierophant

Hierophant aus Italien bestehen seit 2010 und haben seit dem bereits einige Platten auf den Markt gebracht. 2013 kam mit „Great Mother – Holy Monster“ ihr Bridge Nine Records Debüt. Meine erste Begegnung mit Hierophant, der Name bedeutet soviel wie „Enthüller heiliger Geheimnisse, war in meinen News Verteiler. Der Song „Inganno“ wurde als „kleiner“ Vorgeschmack released und hat mir mein Hirn weg geblasen!

 

 

Hierophant machen mit „Peste“ alles richtig. Die Scheibe ist unendlich wütend und entfaltet sich bei jedem Durchlauf im Player mehr. Wenn man sich von den chaotischen Blastbeats und der irreführenden Songstruktur nicht reinlegen lässt, entfaltet „Peste“ ihr volles Spektrum. Besonders die teilweise simplen Gitarrenläufe oder die endlos düsteren Moshparts machen einen wahnsinnig. Es klingt ein wenig als wenn Napalm Death sich für ihr Genre völlig neuen Stilelementen bedient um die Musik noch aggressiver zu gestalten, um ihr somit noch mehr Durchschlagskraft zu verpassen. Denn hier hagelt es Ohrfeigen – und dass am Fließband! Auch der Gesang bewegt sich nicht im typischen Metalbereich, er ist höher und kratziger. Das führt dazu, dass die Songs ordentlich gequält wirken und den Hörer in eine ungewollte Depression stürzen aus der er erst nach den 20 Minuten Spiellänge wieder aufwacht.

Das Fazit, die Scheibe fängt die düstere Stimmung der dunklen Jahreszeit gekonnt ein. Wer genau hinhört, wird sich an einigen kleinen Spielereien erfreuen können. Alle anderen über eine Extreme Metalplatte die es in sich hat.

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