Dead Alone – Nemesis (Supreme Chaos Records)

SCR-CD051 DEAD ALONE - Nemesis CoverBislang waren mir die Münchner von Dead Alone, die es nunmehr seit zehn Jahren gibt, völlig unbekannt. In jedem Fall ist das eine gute Voraussetzung für ein unbefangenes Review. Eine erste Recherche im Netz ergab: Melancholic Death Metal, beeinflusst von Dark Tranquillity, Bolt Thrower und Insomnium. Das jedenfalls klingt in meinen Ohren vielversprechend, los geht es also mit der neuen Scheibe „Nemesis.

 

 

Die Band behauptet von sich selbst, dass man in keine musikalische Schublade gesteckt werden kann. Da kann ich für meinen Teil nur absolut zustimmen, denn ein 100prozentiger Vergleich will mir einfach nicht gelingen. Übrigens passt auch keine der oben genannten Bands in meinen Augen als angebrachter Vergleich. Wenn überhaupt, dann als wilde Kreuzung und ein nicht zu überhörender Crematory-Einschlag lässt sich auch ausmachen. Alles in allem haben wir es bei dem vierten Album der Münchner mit einer eigenständigen Scheibe zu tun bekommen. Und so ist es dann auch und wie angekündigt: die Jungs passen mit Ihrer Musik tatsächlich in keine Schublade.
Gehen wir aber nun mal in medias res. Zwei Songs möchte ich besonders heraus stellen, da diese aus meiner Sicht die umfänglichsten Kompositionen des Albums darstellen.
Zunächst einmal „Eclipse“. Wie ich anfangs erwähnte: Crematory lässt grüßen. Das muss natürlich nichts Schlechtes bedeuten, tut es in diesem Fall auch nicht. Ich finde es im Gegenteil eher angenehm, dass diese Band noch immer einen offensichtlichen Einfluss auf heutige Produktionen hat. Der andere Song heißt „Of Ash & Flesh“ und baut gekonnt eine düstere Atmosphäre auf, die sich durch den Song zieht und auch durch den hoffnungsvollen Refrain nicht vollständig auflöst. Der Song ist eher im Midtempo-Bereich anzusiedeln. Was aber nicht bedeutet, dass es an Aggression fehlt, wenngleich die Songstruktur nicht sonderlich kompliziert ist. Das soll sie vermutlich auch nicht sein, denn nur so vermag es der Fünfminüter die zu Beginn aufgebaute unheilvolle Atmosphäre konsequent bis zum Ende durchzuziehen.

Alles in allem haben wir es bei dem vierten Album der Münchner mit einer eigenständigen Scheibe zu tun bekommen. Kennzeichen: Variabler Gesang und wohldurchdachtes Songwriting, das ins Ohr geht. Und trotzdem ist es so ist wie angekündigt: die Jungs passen mit Ihrem neuen Album tatsächlich in keine Schublade.

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