Lavatory – Morbid Terror (Pulverised Records)

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Verdammt. Da sind wir diesmal aber spät dran. Deswegen wird das hier auch eher so eine Art Elevator Pitch. Nein, das hat nichts mit Bier zu tun, sondern damit, dem Chef bei einer gemeinsamen Fahrstuhlfahrt von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen. Das muss schnell gehen, wie man sich vorstellen kann Deswegen kommt hier fix meine Geschäftsidee. Wenn ich Chef eines großen schwedischen Möbelhauses wäre, dann würde ich den Bedarf für neue Artikel folgendermaßen forcieren.

 

Design von nem Skandinavier, exklusiv in kleiner Stückzahl und in Schweden produziert. Wenn dann die ersten Kunden angefixt sind und die Neiddebatte gerade am Losbrechen ist: Zack die Produktion nach Südostasien verlagern und nach dem Motto: „Masse statt Klasse“ oder „Billig, Billig!“ für Nachschub sorgen, den sich auch die breite Masse leisten kann. Genial oder?

Warum aber erzähle ich Euch das. Weil es mir vorkommt, als wäre die neue Scheibe von Lavatory mit dem Titel „Morbid Terror“ genau nach diesem Prinzip produziert. Ja, es ist alles dabei was zu einem ordentlichen Swedish Death Metal Release gehört. Dismembereske (Geiles Wort ;-)) Gitarrenarbeit, schmutzig-dreckiger Gesang, keine Kompromisse, geradlinige Songstrukturen. Daran gibt es absolut nichts auszusetzen.
Die Jungs von Lavatory stammen übrigens aus Malaysia, existieren seit guten vier Jahren und haben mit „Morbid Terror“ ihr erstes Full Length am Start. Hausaufgaben haben die fünf in jedem Fall gemacht. Es ist alles an seinem Platz, obligatorische Begriffe wie Death, Terror und Hell fallen und doch gibt es einen Aspekt der mit an dem Debütalbum der Malaysier nicht gefällt.
Diesen Aspekt könnte man mit „Kennste einen, kennste alle“ sehr gut zusammenfassen. Und so ist es auch. Es fehlt an Variabilität, an Abwechslung, an Wiedererkennungswert der einzelnen Songs. Ich würde es sicherlich nicht merken, wenn ich die Playlist im Shuffle-Mode abspielen würde.

Dennoch muss man den Jungs lassen, dass sie mit „Morbid Terror“ eine anständige und technisch einwandfreie Veröffentlichung in petto haben und ihr Handwerk sicher verstehen. Wer also auf fiesen Schwedentot à la Dismember steht, kann hier getrost zugreifen.

Scheibeninfos:
Band: Lavatory
Titel: Morbid Terror
Label: Pulverised Records
VÖ-Datum: 06.10.2014

1. Absorption (1:58)
2. Descent into Madness (4:24)
3. Death is Imminent (4:05)
4. Thousand Roads to Hell (3:03)
5. Morbid Terror (3:48)
6. Restless Souls (4:30)
7. Miserable Life (4:13)
8. Mask of Malevolence (4:09)
9. Summoning in Dun Laoghaire (3:27)
10. To the End of the World (5:15)
Gesamtspielzeit: 38:52

Facebook: https://www.facebook.com/lavatorydeath

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