WolfCop (Ascot Elite Home Entertainment)

wolfcop

Als mir WOLFCOP als Rezensionsmuster per Mail angeboten wurde, lautete meine etwas verspätet gesendete Antwort: “Ich befürchte, ich werde das noch bereuen, aber: schick her!”.
Nun, nachdem ich mir den Trash-Streifen angeschaut habe, kann ich dazu sagen: ganz so schrecklich, wie befürchtet, war es dann doch nicht, aber ein geheimer Knaller, den ich erhofft hatte, eben auch nicht. Mit nicht einmal 80 Minuten Laufzeit ist die dünne, lückenhafte Story wenigstens sehr schnell erzählt und man beginnt nicht, sich zu langweilen.

Lou Garou (der Name allein ist schon zum Schießen, denn Loup-Garou ist das französische Wort für Werwolf) ist das, was man wohl einen beruflichen Versager nennen dürfte. Der Polizist hat ein Alkoholproblem, nimmt seine Arbeit nicht ernst und bemüht sich nicht einmal, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Doch das alles soll sich ändern, als er eines Abends bei einem Einsatz (er ist mal wieder betrunken) von einer Sekte überfallen und in einem Ritual in einen Werwolf verwandelt wird. Zunächst einmal muss er seine neue Situation begreifen, aber danach nutzt er seine Kraft und seine gesteigerten Sinne, um als WolfCop einmal richtig aufzuräumen.
Was Lou nicht ahnt: seine Umwandlung dient lediglich dazu, ihn später für einen ganz anderen Zweck in einem weiteren Ritual zu opfern…

Der Film verspricht, eine Hommage an frühe Werwolf-Klassiker der Filmgeschichte zu sein. Hommage? Ich werde das Gefühl nicht los, dass das eher eine Persiflage sein soll. Der verwandelte Lou ist schon klassisch umgesetzt, das ist ganz witzig. Alles weitere, was in diesem Film witzig wirken soll, verpufft leider und bleibt völlig spaßbefreit ohne Wirkung. Die übertriebenen Splatter-Effekte können hier noch einmal kurz die Mundwinkel zucken lassen, die Sexszene in der Mitte des Films ist wahrscheinlich nur für höhere Verkaufszahlen gedacht gewesen, denn: Sex sells, wie wir alle wissen.

Wer auf Trash-Filme steht, kann hier gerne mal ein Auge riskieren. Wie gesagt: der Film ist so hübsch kurz, dass es schlimmstenfalls nicht sonderlich viel verschwendete Lebenszeit ist, von der man redet. Tricktechnisch dürft ihr nicht allzu viel erwarten, dass ist bewusst billig gehalten. Tja, WOLFCOP ist halt keine Polizei-Version von Underworld, sondern eher eine Werwolf-Version von Police Academy, und damit dürfte das Niveau des Films hinreichend ausgelotet sein.

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