Engel – Raven Kings (Gain / Sony Music)

Engel_RavenKings_Frontpic_RGBEngel galten bisher als IN FLAMES- Nachfolger, was wohl unbestritten am Gründungsmitglied und IN FLAMES Gitarrist Niclas Engelin liegt, der mittlerweile aber nur noch Produzent der Band ist. Aber seit ihrer ersten Platte von 2007 haben sich die Schweden doch sehr verändert. Nicht nur durch neue Mitglieder am Mikrofon und den Drums. Es heißt nun: weg von den elektronischen Einflüssen und leider auch vom Melodic Death Metal. So erinnert das Album doch eher an Power Metal mit den hymnischen, klaren Refrains und gegrowlten, unscheinbaren Strophen.

Einige Songs stechen aber trotzdem wirklich heraus und damit meine ich nicht nur die Ballade „I am the Answer“, „Sanctuary“ und „Broken Pieces“ haben mir sehr gut gefallen. Viel Abwechslung, eingängiger Refrain und der neue Sänger Mikael Sehlin zeigt gute Stimmvariationen. Das Problem ist nur das Album bis zu diesen letzten Songs durchzustehen. Alle Titel wirken sehr berechenbar, trotz kleineren Djent-Passagen und kurzem elektronischem Vorspiel. Wem die neuen IN FLAMES Songs gefallen fühlt sich aber auch bei ENGEL gut aufgehoben. Die Meinungen darüber sind wie immer geteilt aber klar ist – wer nach Melodic Death Metal sucht ist hier falsch.

Da hilft auch der Einfluss vom Mitproduzent Jacob Hansen (Volbeat) nicht viel, sondern treibt noch eher in die Richtung von Melodie-Aneinanderreihungen und eingängigen Refrains, immer auf der Suche nach dem nächsten Hit. Wer sich den ersten Titel „Salvation“ von insgesamt elf Songs anhören möchte, kann sich das Video der ersten Single bei Youtube anschauen. Sunesson (Gitarrist und ebenfalls Produzent des Albums) über die Rahmenhandlung des ‚Salvation‘-Videos:

„Der Boden bricht auf, der Himmel verdunkelt sich und die Berge erzittern als die letzte Musik der Welt ertönt. Vier düstere Gestalten. Ein klangvolles Meisterwerk, das das elementare Chaos begleitet. Es bleibt kein Zufluchtsort, es gibt keine Rettung. Und doch ist es genau das, was die Musiker anbieten. Es geht nicht um Gut und Böse, nur um die Realität.“

Das Coverartwork von „Raven Kings“ stammt übrigens von Joachim Luetke, welcher bereits für ARCH ENEMY, KREATOR und DIMMU BORGIR tätig war.

Scheibeninfo:
Band: Engel
Album: Raven Kings
Label: Gain / Sony Music
VÖ: 28.11.14

Trackliste:
1) Broken Pieces
2) Denial
3) End Of Days
4) Fading Light
5) Hollow Soul
6) Iam The Answer
7) My Dark Path
8) Salvation
9) Sanctury
10) When The Earth Burns
11) Your Shadow Haunts You
Gesamtspiellänge: 39 Minuten

Facebook: http://www.facebook.com/Engel.Propaganda
Label: http://www.gain.se/
http://www.sonymusic.com/

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