96 Hours – Taken 3 (Universum Film GmbH)

taken_3Der (zumindest vorerst als solcher deklarierte) letzte Teil der „Taken“-Reihe ist definitiv eine spannende, actionreiche Geschichte rund um Bryan Mills, schlägt aber insgesamt etwas aus der Art. Keine Entführung, deutlich mehr Verfolgungsjagden per Auto, dafür weniger Geballer und Nahkampf. Eingerostet ist der Ex-Agent zwar nicht, aber die Ausgangssituation ist für ihn eine gänzlich andere…

Bryan Mills (Liam Neeson) wünscht sich nichts sehnlicher, als wieder mit seiner Familie glücklich zusammen zu leben, und seine Ex-Frau Lenore (Famke Janssen) scheint sich ihm auch wieder annähern zu wollen. Doch dann kommt er nach Hause und findet sie mit durchgeschnittener Kehle in seinem Schlafzimmer, und nur Augenblicke später taucht die Polizei auf und hat natürlich direkt einen Hauptverdächtigen. Doch der ermittelnde Inspektor (Forest Whitaker) ahnt schon bald, dass er es bei Mills mit keinem gewöhnlichen Verbrecher zu tun hat, als er dessen Vergangenheit durchleuchtet.
Ab nun ist Mills ein Gejagter, der natürlich versucht, die wahren Täter zu entlarven und zur Verantwortung zu ziehen. Parallel dazu unternimmt er alles, um auch seine Tochter zu schützen, denn er befürchtet, auch sie könnte Ziel der wahren Täter sein. Eine Spur führt ihn zu Oleg Malankov, der scheinbar den Befehl zur Ermordung von Lenore erteilt hat…

Bei allem Tempo, das der Film an den Tag legt, hat er trotzdem etwas Langatmiges. Zu selten geht es tatsächlich zur Sache, der Nervenkitzel, der bei den ersten beiden Teilen permanent zu spüren war, fehlt hier nahezu gänzlich, denn auch wenn der Film weiterhin „96 Hours“ heißt: wirklichen Zeitdruck merkt man hier eigentlich nicht.
Dafür habe ich mehrfach das Gefühl gehabt, man habe sich hier frei an „Auf der Flucht“ orientiert, nur dass der Dr. Kimble hier eben ein ehemaliger CIA-Agent ist und daher nicht nur clever, sondern auch unglaublich gefährlich für seine Gegner.
Ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Teile mag 96 HOURS – TAKEN 3 ebenfalls ein spannender Film sein, hier pfuscht mir allerdings die hohe Erwartungshaltung in eine sachliche Bewertung, sodass ich unterm Strich nur sagen kann, dass ich klar mehr erwartet hatte, aber mich ehrlich gesagt auch im Vorfeld schon gefragt hatte, wie man da noch eins draufsetzen will. Eine Steigerung ist meiner Meinung nach nicht gelungen, aber es ist auch ein wenig wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Wer die beiden Vorgänger nicht kennt, greift einfach zur ebenfalls erhältlichen Trilogie, da hat man die beiden (vermeintlich stärkeren) ersten beiden Teile gleich mit dabei!

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