The Loft (Universum Film GmbH)

the_loftBei THE LOFT handelt es sich um das Remake eines gleichnamigen belgischen Thrillers, der vor ein paar Jahren hier in der Redaktion richtig gut ankam. Entsprechend ist es keine Frage, dass wir uns auch die amerikanische Version des Films angeschaut haben.
Hat man hier kräftig verändert, oder bleibt man der Originalgeschichte bestmöglich treu? Ob uns die Neufassung besser gefällt als ihre ursprüngliche Quelle, das erfahrt ihr hier.

Fünf Freunde teilen nicht nur ein gemeinsames Loft, sondern vor allem das Geheimnis darum. Hier können sie ungehemmt ihrem Alltag entfliehen und sich mit losen Bekanntschaften für Abenteuer der erotischen Art treffen, ohne dass dies sofort die jeweilige Ehefrau mitbekommen muss. Wie wird es so schön angepriesen? Keine verräterischen Hotelrechnungen mehr… Nur die fünf haben jeweils einen Schlüssel und müssen sich entsprechend untereinander absprechen. Doch dann entdecken sie eines Morgens eine Frauenleiche im Loft, mit Handschellen ans Bett gekettet, die Pulsadern aufgeschnitten, Tabletten um sie herum verteilt und eine lateinische Botschaft mit dem Finger an das Bett gemalt „Wir sehen uns im nächsten Leben“. Wie ist sie hier rein gekommen? Wer von ihnen (denn das scheint von vornherein festzustehen) hat ihren Tod zu verantworten? Nach und nach wird hier die Vorgeschichte aufgeklärt, denn nicht allen ist die Tote eine völlig Unbekannte, und je mehr die Freunde einander erzählen, desto mehr formt sich ein Bild zusammen, das vermuten lässt, wer hier Lügen auftischt. Um sich gegenseitig zu schützen, wollen sie die Sache aufklären, ohne die Polizei zu verständigen…

Leider kann ich mich nur noch vage an das Original erinnern, auch wenn ich viele Dinge im Remake als „bekannt“ registrieren konnte. Insgesamt hatte ich aber das Gefühl, dass dieser Film in seinem belgischen Original noch etwas verzwickter, mit noch mehr Twists ausgestattet und für den Zuschauer schwerer zu erknobeln war. Hier wird die Geschichte zwar routiniert abgespult und dargestellt (u.a. von Karl Urban und Wentworth Miller), ist letzten Endes aber (gefühlt) geradliniger und mit weniger Falltüren ausgestattet. Hier hat man (wenn ich mich recht entsinne) Potential verschenkt.

Das wird man aber mutmaßlich nur dann erkennen, wenn man das Original ebenfalls gesehen hat. Allen anderen wird mit THE LOFT ein spannender, unterhaltsamer (Erotik-) Thriller geboten, der seine Stärke weniger in den Bildern als vielmehr in der Story hat. Wir würden von unserer Sichtweise aus an dieser Stelle eher die belgische Vorlage empfehlen als das Remake, wer die beiden Filme in umgekehrter Reihenfolge kennen lernt, wird da aber unter Umständen auch anders drüber denken. Schauspielerisch und qualitativ lässt die Neuauflage jedenfalls nichts zu wünschen übrig.

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