DMC – Definitive Edition (Capcom)

DMCDefinitiveCombogekloppe auf den NextGen Konsolen

Nach den Neuauflagen von Metro Redux, Tomb Raider Definitive Edition, The Last of Us Remastered und Co. erwartet uns jetzt endlich auch Devil May Cry Definitive Edition auf den NextGen Konsolen.

Vor zwei Jahren wagten Ninja Theory einen mutigen Schritt der DMC Serie und kreierten einen „neuen“ Dante. Viele Zweifler klopften an den Türen, aber eines stand fest: auch wenn es anfangs vielleicht gewöhnungsbedürftig scheinen mag – aber der neue Dante ist mindestens genauso cool, wie der alte.
Auch wenn die Entwickler ihren ganz eigenen Stil mit einbringen, hat sich DMC spielerisch nicht vom Kern der Serie distanziert.

Am Anfang des Spiels befinden wir uns, nach einer durchzechten Nacht, in unserem Wohnwagen- Trailer. Bevor es an der Tür klopft, nimmt unser Protagonist noch einmal einen ordentlichen Hieb aus der übrig gebliebenen Flasche Whisky und öffnet anschließend – natürlich nackt – die Tür seines Trailers. Das ist unser neuer Dante!

DMC erzählt die Geschichte eines jungen Helden, der dem Bösewicht Mundus für die eigene Herrschaft im Wege steht. Im Laufe des Spiels treffen wir auf unseren Zwillingsbruder Vergil, der uns etwas über seine Vergangenheit erzählt. Dort erfährt man, dass Dante ein Nephilim ist, ein Mischwesen aus Engel und Dämon, und nur diese in der Lage sind, Mundus zu töten.

Das Kampfsystem von DMC geht locker flockig von der Hand. Wenn man Dantes Attacken gut kombiniert und seine Gegner in der Luft mit einer Pistole oder seinem Schwert jongliert, sieht das nicht nur verdammt mächtig aus, sondern treibt den Combo-Zähler in die Höhe und wird mit Orbs – einer Upgrade-Währung – reichlich belohnt.
Diese können wir dann im Teufels-Shop ausgeben, indem uns nützliche Items wie Heiltränke und goldene Embleme zur Verfügung stehen, die uns wiederbeleben. Auch neue Attacken kann man kaufen, sowie die Verbesserungen der Waffen.

Dantes gespaltene Persönlichkeit können wir im Kampf effektiv und taktisch nutzen. Im Teufelsmodus verwandelt sich Dantes Schwert in eine glühende Axt, die starken Schaden verursacht.
Die Engelsfähigkeiten bieten dazu eine schnellere Angriffsmöglichkeit mit einer Sichel.
Im späteren Spielgeschehen treten noch einige andere Waffen auf, wie z.B. Fäustlinge und Schrotflinte.

Dank der abwechslungsreichen Level, Gegner und Endbosse bietet DMC ein actionreiches Vergnügen. Die Kämpfe werden nochmals durch die musikalische Untermalung mit Heavy Metal Klängen und Elektro angetrieben und gesteigert.

Optisch hat sich im Gegensatz zur vorherigen Konsolengeneration nur wenig geändert. Aber wir können nun das Spiel bei 60 Frames die Sekunde genießen und mit einer Auflösung von 1080p, wodurch die Kämpfe noch flüssiger zur Geltung kommen.

Neben des Hauptspiels, welches rund 10 Spielstunden Freude bereitet, gibt es noch zahlreiche Erneuerungen, in denen z.B. alle DLCs enthalten sind.
Dazu gibt es zwei neue Charakterskins, mit denen ihr den klassischen Dante aus Devil May Cry 1 und den klassischen Vergil spielen könnt.
Außerdem gibt es einen Turbo Modus, der das Spiel 20% schneller vom Bildschirm laufen lässt.
Auch eine Zwischensequenz die es vorher nicht gab, hat es ins Spiel geschafft.
Einen neuen Bloody Palace Modus mit über 60 Leveln und Vergil als spielbarer Charakter gibt es auch noch dazu.
Die Erweiterung Vergilś Downfall bereitet dem Spieler nochmals 3-5 Spielstunden Freude und beinhaltet 3 Skins für Dante, 3 Skins für Dantes Waffen und den Item Finder.

Für die ganz Hartgesottenen gibt es noch den Must Style Modus, indem die Gegner nur Schaden nehmen, wenn ein Style Ranking von „S“ erreicht wurde.

Devil May Cry ist und bleibt mit Abstand der beste Teil der Serie. Doch ob sich allerdings ein Neukauf der Definitive Edition lohnt, ist fraglich. Für eine minimalistische Grafikrestaurierung und der ganzen DLCs die mit enthalten sind, sind 40 Euro trotzdem noch eine Stange Geld für dieses Spiel, sofern man das Original auf der alten Konsolengeneration bereits sein Eigen nennen darf. Wer aber DMC Neuling ist und bisher noch nicht in den Genuss gekommen ist, es zu spielen, für den ist es ein absoluter Pflichtkauf.

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